Naïma Mazic | Patricia Carolin Mai | Reut Shemesh
GET IT ON
Während im August das Internationale Sommerfestival auf Kampnagel tobt, begrüßen wir die K3 Residenzchoreographinnen der Spielzeit 18/19, Patricia C. Mai, Naïma Mazic und Reut Shemesh, die Mitte August für ihre achtmonatige Arbeitsphase nach Hamburg kommen und sich am K3 einrichten.
Zum Start laden wir Hamburger Künstler*innen ein, „die Neuen“ aus Hamburg, Wien und Israel mit ihren Vorhaben und Arbeitsansätzen in gemeinsamen Workshops kennenzulernen und sich auszutauschen.
Ähnlich wie beim Treffen Total geht es um das, was alle Beteiligten mitbringen. Der Ausgangspunkt liegt bei den drei Choreographinnen, die jeweils einen Workshop mit Bezug auf ihr Arbeitsvorhaben der Residenz anbieten. Vier Tage sind die Studios offen fürs Ausprobieren und Kontakte knüpfen. Wir sorgen für Infrastruktur und Mittagessen.
Patricia C. Mai setzt ihre Recherche zu Körpern in Extremzuständen fort und untersucht, wie sich der Kontrast zwischen Normalität und Ausnahmezustand auf Menschengruppen auswirkt. Naïma Mazic beschäftigt sich mit dem Verhältnis von Tanz und Jazz und untersucht, wie sich Rhythmus im Tanz manifestiert und wie Polyrhythmen aus dem Jazz die Bewegungsqualität verändern können. Reut Shemesh arbeitet mit repetitiven körperlichen Ritualen von geschlossenen sozialen Gruppen und deren sozialen Manifestationen.
für professionelle Tanz- und Theaterschaffende
Anmeldung mit Kurzvita bis 06.08. unter: matthias.quabbe@kampnagel.de
Wo?
Kampnagel - K3
Termine
Preis
Teilnahme kostenlos
Naïma Mazic
ist Gründerin der n ï m company und des Vereins more2rhythm. Sie war Teil von danceWEB 2015 und dem Hip-Hop-Kontinuum von Jacob's Pillow. Sie studierte bei P.A.R.T.S., der Reykjavik Academy of Arts und am Wiener Konservatorium / MUK. Naïma fokussiert sich auf die Beziehung zwischen Tanz und Musik, vor allem basierend auf Rhythmus im Bereich des Jazz.
In der K3 Residenz 18/19 setzt Naïma Mazic ihre Beschäftigung mit dem Verhältnis von Tanz und Jazzmusik fort. Sie untersucht, wie sich Rhythmus im Tanz manifestiert und wie Tänzer*innen musikalisch unabhängiger sein können. Durch die Arbeit mit Polyrhythmen möchte Naïma Zeit verlangsamen und beschleunigen und Tanz und Musik in dieser Konfrontation kommunizieren lassen. Ihre Fragestellung beinhaltet: Wie können Eigenschaften von Jazz im Tanz angewendet werden? Wie kann ein Puls von Tänzer*innen und Musiker*innen geteilt werden? Was macht Bewegung ansteckend?
(Stand: 2018)
Patricia Carolin Mai
Patricia Carolin Mai ist Tänzerin, Choreographin und künstlerische Leiterin der MAI:COMPANY. Sie studierte Tanz am Königlichen Konservatorium Antwerpen und Performance Studies an der Universität Hamburg. Seit 2015 produziert sie Tanzstücke auf Kampnagel und am K3 | Tanzplan Hamburg, die international u. a. in Belgien, Frankreich, Italien, Israel und Korea gezeigt werden. Ihre künstlerische Arbeit in intergenerationalen und partizipativen Kontexten erforscht Bewegung als somatische und empowernde Praxis und untersucht Körper in extremen Zuständen. Seit 2019 forscht sie im EU-Projekt „Empowering Dance“ zu Soft Skills in der Tanzvermittlung und arbeitet als Dozentin und Mentorin im In- und Ausland. 2025 gründete sie die MAI:COMPANY – Hamburgs erste generationenübergreifende Tanzcompany. Von 2026 bis 2028 vertieft sie mit MAI:COMPANY im Rahmen von Tanzpakt Stadt-Land-Bund „Eine künstlerische Praxis der Ausdehnung“ ihre Arbeit zu Gemeinschaft, Teilhabe und körperlicher Vielfalt.
(Stand: 2026)
Reut Shemesh
studierte Choreographie bei ArtEZ und absolvierte einen Master an der Kunsthochschule für Medien in Köln. Neben ihrer künstlerischen Arbeit unterrichtet sie Choreographie an unterschiedlichen Universitäten. Shemeshs künstlerisches Spektrum reicht von zeitgenössischer Choreographie über Experimentalfilm bis hin zu Poesie. Ihre Arbeiten wurden an vielen Häusern und Festivals präsentiert.
In der K3-Residenz 18/19 hat sich Reut im Hinblick auf repetitive körperliche Rituale, und soziale Manifestationen mit Fragen zur Identität Hasidischer Frauen beschäftigt, ihren Geschlechterrollen und persönlichen Biografien. Im Zuge des Prozesses des Inkorporierens solcher Rituale in eine zeitgenössische Praxis hat Reut verschiedene Arbeitsmittel wie Re-Enactment, Fotografie und Interviews verwendet. Ziel ihres Projekts war die Schaffung eines zeitgenössischen Gruppenwerkes mit zeitgenössischen Tänzer*innen und orthodoxen Frauen aus der lokalen Community.
(Stand: 2018)
Wo?
Kampnagel - K3
Termine
Preis
Teilnahme kostenlos