tanz.nord – Künstler*innen-Netzwerk Hamburg – Schleswig Holstein

Das Pilotprojekt tanz.nord dient der Vernetzung der Tanzszenen Hamburgs und Schleswig-Holsteins. Zwischen Januar und Oktober 2021 werden unter Einbeziehung von Tänzer*innen aus beiden Bundesländern rund 40 Veranstaltungen stattfinden. Darunter finden sich Gastspiele ebenso wie Neuproduktionen, Partizipative Formate und Vermittlungs- und Vernetzungsprojekte.

Vier Projektpartner stehen hinter der Idee zu tanz.nord: der Dachverband freie Darstellende Künste Hamburg e.V. (DfdK), das Tanz und Performance Netzwerk Schleswig-Holstein (TuP.SH), K3 – Zentrum für Choreographie | Tanzplan Hamburg und das Kultur- und Bildungszentrum Bad Oldesloe (KuB). In der gemeinsamen Netzwerkbildung sehen sie für die sehr unterschiedlichen Tanzszenen beider Bundesländer große Chancen. Die Tanzszene in Hamburg ist international ausgerichtet, stark professionalisiert und steht im lebendigen Austausch mit denen anderer deutscher Großstädte. In Schleswig-Holstein haben sich in den letzten Jahrzehnten nur in sehr geringem Maße Strukturen für den Tanz entwickeln und etablieren können. Die Tanzszene in Hamburg profitiert von der Erschließung neuer Orte und Publikumsstrukturen für den Tanz. Die Tanzszene in Schleswig-Holstein wird durch die Netzwerkbildung sichtbarer und qualifiziert sich im Austausch mit den Kolleg*innen weiter.

Die Veranstaltungen werden überwiegend an öffentlich zugänglichen Orten geplant: Leerstehende Ladenlokale in Ortszentren, öffentliche Plätze oder Galerien werden dabei zu Produktions- und Aufführungsorten. Bereits bestehende Stücke erhalten eine Gastspielförderung und können an neu für den Tanz gewonnenen Spielorten in Schleswig-Holstein – gegebenenfalls Corona-kompatibel umgearbeitet – gezeigt werden. Choreographische Projekte werden mit tanzinteressierten Menschen unterschiedlichen Alters veranstaltet. Künstler*innen arbeiten in gemischten Zweierteams aus Hamburg und Schleswig-Holstein. Nachgespräche, Stückeinführungen, Workshops und tanztheoretische Vorträge geben vertiefende Einblicke in die Kontexte des zeitgenössischen Tanzes.

Das Projekt ist für Tanzschaffende aus beiden Bundesländern offen. Die Module werden einzeln ausgeschrieben und die teilnehmenden Künstler*innen von einer Jury ausgewählt.

Das Modul lab schafft Raum für Arbeits- und Vernetzungsmöglichkeiten zwischen den lokalen Tanzschaffenden. Die Module presents und showcase ermöglichen Covid-19-kompatible Gastspiele und kleinformatige, technisch unaufwändige Neuproduktionen, die in und außerhalb von Bühnenräumen aufgeführt werden. Die Module tandem und backstage fördern partizipative Formate von Tanzschaffenden oder -vermittler*innen für Tanzinteressierte allen Alters und geben mit Workshops und Einführungen vertiefende Einblicke in den Entstehungs- und Produktionsprozess von Tanzstücken.

Die Auswahl der Projekte wurde von einer Fachjury getroffen. Diese setzt sich zusammen aus:

  • Dörte Wolter: Gründungsmitglied und Co-Leiterin des Perform[d]ance e.V. in Stralsund / Mecklenburg-Vorpommern. Neben Konzeptentwicklung und Projektmanagement ist sie für Mittelakquise und Produktion bei Tanztheater-Inszenierungen, Tanz in Schulen-Projekten und bei großformatigen Projekten zuständig. Sie ist im Team von „Vorpommern tanzt an“ und seit 2007 als Produktionsleiterin bei der Berliner Opernkompanie Novoflot tätig.
  • Mable Preach: Die Hamburger Regisseurin und Kuratorin ist künstlerische Leiterin des Festivals »Formation Now!« sowie im Vorstand des Vereines Lukulule e.V. Sie kam als zweijähriges Kind einer Prediger Familie nach Europa, studierte Medienmanagement und ist mittlerweile seit mehr als 15 Jahren ebenso als Schauspielerin, Performerin und Choreografin tätig. Sie kann auf zahlreiche Inszenierungen und Produktionen, u.a. auf Kampnagel, im Sprechwerk und in der freien Theaterszene, zurückblicken.
  • Emil Wedervang Bruland: Nach Stationen als Tänzer am Aalto Ballett Theater Essen und am Kieler Ballett war er ab der Saison 2012/2013 Mitglied des Leipziger Balletts, wo er auch als Solist zu sehen war und mehrere Choreografien erarbeitet hat. Seit der Spielzeit 2020/2021 ist er als Ballettdirektor und Choreograf am Schleswig-Holsteinischen Landestheater tätig.
tanz.nord Künstler*innen-Netzwerk Hamburg – Schleswig Holstein
ist ein Kooperationsprojekt des Dachverband freie Darstellende Künste Hamburg (DfdK) mit dem Tanz und Performance Netzwerk Schleswig-Holstein (TuP.SH), K3 – Zentrum für Choreographie | Tanzplan Hamburg und dem Kultur- und Bildungszentrum Bad Oldesloe (KuB).

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Gefördert durch das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Schleswig-Holstein sowie die Freie und Hansestadt Hamburg, Behörde für Kultur und Medien.


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Unterstützt durch DIEHL+RITTER/TANZPAKT RECONNECT, gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen der Initiative NEUSTART KULTUR. Hilfsprogramm Tanz.


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Tanzdramaturgie. Eine Akademie in 3 Episoden

In Kooperation mit der Kulturproduzentin Alexandra Schmidt und der Dramaturgin & Kuratorin Anne Kersting bieten K3 – Zentrum für Choreographie | Tanzplan Hamburg, HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste und Sophiensæle Berlin ein Weiterbildungsprogramm für freie Tanzdramaturg:innen an, welches sich der Vermittlung von dramaturgischer Praxis in Tanz widmet.

Das Format der drei angedachten Episoden folgt immer dem gleichen Prinzip: Es ist ein Dialogformat zwischen den Akteur:innen des Tanzes und dient der gegenseitigen Befragung nach Erwartungen und Anforderungen an Dramaturgie, sowie der Suche nach lösungsorientierten Versuchsanordnungen. Dabei wechseln die Konstellationen von Episode zu Episode.

Episode #1: Dramaturg:innen treffen auf Choreograph:innen

Episode #2: Dramaturg:innen treffen auf Institutionen

Episode #3: Dramaturg:innen treffen auf Zuschauer:innen

Die Akademie richtet sich an Menschen am Anfang ihrer dramaturgischen Laufbahn im Bereich Tanz, die ihre Fragen an die eigene Praxis vertiefen möchten, einen Austausch mit Kolleg:innen suchen und Lust haben, mögliche neue Arbeitsmodelle zu entwickeln. Das Programm kann bis zu 8 Dramaturg:innen aufnehmen. Die erste Episode findet im Mai 2021 bei K3 – Zentrum für Choreographie | Tanzplan Hamburg statt. Episode #2 und #3 sollen in der kommenden Spielzeit in HELLERAU und an den Sophiensælen stattfinden.

 

Tanzdramaturgie. Eine Akademie in 3 Episoden ist ein Projekt von Alexandra Schmidt, Anne Kersting, K3 – Zentrum für Choreographie | Tanzplan Hamburg, HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste und Sophiensæle Berlin.

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Unterstützt durch das NATIONALE PERFORMANCE NETZ - STEPPING OUT, gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen der Initiative NEUSTART KULTUR. Hilfsprogramm Tanz.

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Empowering Dance - The Soft Skills Teaching and Learning Approach

Vielseitige Soft Skills werden auf dem Arbeitsmarkt in fast allen Bereichen vorausgesetzt. Sie ermöglichen, in verschiedenen Berufsfeldern zu agieren, zu reagieren und sich anzupassen. Als entscheidender Teil der persönlichen und beruflichen Entwicklung fördern Soft Skills eine dynamische Weiterentwicklung der Arbeitswelt.

Die aktive Praxis des zeitgenössischen Tanzes besitzt großes Potenzial in der Förderung von Soft Skill Kompetenzen. Das Projekt Empowering Dance – The Soft Skills Teaching and Learning Approach zielt deshalb darauf ab, ein digitales Handbuch zu entwickeln, das Tanzunterrichtende in ihrer beruflichen Praxis bei der Frage unterstützt, wie sie gezielt das Vermitteln von Soft Skills in ihre künstlerische sowie unterrichtende Tanzpraxis einbeziehen können. Gefördert im Rahmen des EU-Programmbereichs Erasmus + beteiligen sich von Dezember 2020 bis Mai 2023 sieben europäische Partner, darunter fünf Tanzinstitutionen (Centro per la Scena Contemporanea in Bassano Del Grappa, Dansateliers in Rotterdam, HIPP in Zagreb, La Briqueterie – CDCN du Val-de-Marne in Vitry-sur-Seine, K3 | Tanzplan Hamburg) sowie zwei  Hochschulen (Dance Department of Roehampton University und Fine Arts Academy Zagreb) an dem Vorhaben. 

Das Projekt baut auf den Ergebnisses des vorherigen gemeinsamen Projekts der Partner – Empowering Dance – Developing Soft Skills – auf, die aufzeigen, wie tanzinteressierte Menschen durch eine kontinuierliche, angeleitete Praxis im zeitgenössischen Tanz eine Vielzahl von Soft Skills entwickeln können. Dazu gehören beispielsweise die Fähigkeiten, über sich selbst zu reflektieren, mit anderen konstruktiv zusammenzuarbeiten, sich in Konflikte einzufühlen und sie zu bewältigen sowie ein gesundheitsbewusstes Leben zu führen.

Empowering Dance – The Soft Skills Teaching and Learning Approach bestärkt Choreograph*innen und Tanzunterrichtende darin, sich ihrer Kenntnisse und Fähigkeiten in der Vermittlung von Soft Skills an nicht-professionelle Tänzer*innen bewusst zu werden und diese aktiv in ihrer eigenen beruflichen Praxis anzuwenden. Dieses zumeist implizite und im Körper verinnerlichte Wissen findet häufig keinen bewussten Einsatz. In der Fortführung des ersten Projektes soll nun ein Online-Tool entwickelt werden, das die Tanzunterrichtenden dabei unterstützt, ihren eigenen Lehr- und Vermittlungsansatz zu artikulieren sowie ihre eigene Sprache zu definieren. Das digitale Handbuch soll den Tanzunterrichtenden dabei helfen, neue Qualifikationen zu erwerben und diese auch auf Arbeits- und Anwenungsbereiche außerhalb des Tanzkontexts zu übertragen.

Insgesamt zehn Projekttreffen sind geplant, um das digitale Handbuch zu entwickeln. Neben Texten sollen kurze animierte Videos die Ansätze und Methodiken verschiedener zeitgenössischer Tanzpraktiken veranschaulichen. In der Praxis unterstützen vier verschiedene Fokusgruppen die Untersuchungen des Projekts: Ateliers Kaleidoscope (La Briqueterie), Dance Well weekly Classes (Bassano), All In Tanzklub (K3/Kampnagel) und die Movement Classes (Dansateliers). Die Gruppen bestehen aus tanzinteressierten Menschen, die aufgaben- und oder improvisationsbasiert von Tanzunterrichtenden im Rahmen künstlerischer Projekte angeleitet werden.

http://empowering2.communicatingdance.eu/


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Participatory Art Based Research (PABR)

Das Forschungsprojekt Participatory Art Based Research (PABR) wertet die beiden Graduiertenkollegs Versammlung und Teilhabe (2012-2014) und Performing Citizenship (2015-2018) aus, in denen der Ansatz der Participatory Art Based Research entwickelt und erprobt wurde. In über zwanzig einzelnen Projekten wurde in diesem Rahmen transdisziplinär, partizipativ und künstlerisch geforscht. Ziel des Forschungsprojektes ist es, auf dieser Basis Best-Practice-Modelle, Verfahren und Methoden zu erfassen und zu beschreiben, um ein Forschen zwischen Kunst, Wissenschaft und Gesellschaft nachhaltig voranzubringen. Die Ergebnisse werden in einer Online-Publikation öffentlich zur Verfügung gestellt.

In einer ersten Phase wird das bestehende Datenmaterial analysiert und ausgewertet. In einer zweiten Phase werden diese Ergebnisse noch einmal in konkreten künstlerischen Forschungsprojekten erprobt. In beiden Phasen sind künstlerisch-wissenschaftliche Praktiken sowohl Material als auch Methode der Forschung. Damit vereint dieses Projekt ein Forschen ÜBER und ein Forschen MIT künstlerischer Praxis.

Der Ansatz von Participatory Art Based Research schreibt sich sowohl in den internationalen Diskurs um Art Based Research als auch in den Diskurs von Citizen Research ein und hat das Potenzial, beide miteinander zu verknüpfen. Ein Schwerpunkt des Forschungsprojektes liegt auf dem Nachweis, dass wissenschaftlich-künstlerische Forschung das Potenzial hat, Forschung insgesamt partizipativer und inklusiver zu gestalten.

Im April 2020 werden Ergebnisse in einer Konferenz vorgestellt und ein Workshop zur weiteren Diskussion organisiert.

https://pab-research.de/

Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen: Dr. Esther Pilkington, Dr. Sebastian Matthias
HafenCity University Hamburg (HCU): Prof. Dr. Kathrin Wildner
FUNDUS THEATER/ Theatre of Research: PD Dr. Sibylle Peters
K3 – Zentrum für Choreographie | Tanzplan Hamburg: Dr. Kerstin Evert

Contact: PABR@hcu-hamburg.de

Participatory Art Based Research ist ein Kooperationsprojekt der HafenCity Universität Hamburg mit dem FUNDUS THEATER / Theatre of Research und K3 | Tanzplan Hamburg und wird gefördert durch:

 
Die Claussen-Simon-Stiftung unterstützt das Projekt durch ein Promotionsstipendium.

explore dance - Netzwerk Tanz für junges Publikum

Tanzpakt Stadt-Land-Bund

Mit explore dance – Netzwerk Tanz für junges Publikum geht K3 | Tanzplan mit den beiden Partnern fabrik moves und Fokus Tanz / Tanz und Schule e.V. München eine langfristige Kooperation ein und entwickelt eine nachhaltige Struktur zur Produktion zeitgenössischer Tanzstücke für junges Publikum. Im Rahmen des gemeinsamen Projekts werden in drei Spielzeiten etablierte Choreograph*innen innerhalb des bundesweiten Netzwerks nach Hamburg, Potsdam und München eingeladen, um neue Arbeiten für junges Publikum zu entwickeln und zu präsentieren. Gefördert wird explore dance durch TANZPAKT Stadt-Land-Bund, einer gemeinsamen Initiative von Kommunen, Bundesländern und der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien zur Exzellenzförderung im Tanz.

Jede Spielzeit umfasst insgesamt sechs Uraufführungen, die jeweils in allen drei Partnerstädten gezeigt werden. Jede Partnerstadt produziert zwei Formate – ein Pop Up, das in Klassenzimmern oder im öffentlichen Raum gezeigt werden kann und eine Bühnenproduktion. Die Künstler*innen treten während der Probenphase in einen direkten Austausch mit Kindern und Jugendlichen und beziehen sie in verschiedenen Vermittlungsformaten wie Workshops, Probenbesuchen und Recherchesessions in ihr kreatives Schaffen ein. Eine erste Plattform in Hamburg wird vom 29.4.-4.5.2019 die Möglichkeit bieten, alle Produktionen innerhalb einer Festivalwoche gebündelt zu erleben.

Mit der Gründung eines bundeslandübergreifenden Netzwerks reagieren die drei Städte München, Hamburg und Potsdam auf die bestehende Lücke im Kulturangebot für Kinder und Jugendliche sowie auf das verstärkte Interesse und die Nachfrage von Tanzschaffenden, Lehrer*innen und Schüler*innen. Das Netzwerk knüpft dabei an die Erfahrungen der beteiligten Partnerinstitutionen im Bereich der Tanzvermittlung, der Künstlerförderung und der professionellen Tanzproduktion und -präsentation an und bündelt ihre Potenziale. Neben der Schaffung einer länderübergreifenden Produktionsstruktur mit Residenzen, Workshop-Phasen und Aufführungen werden ergänzende Qualifizierungsformate entwickelt. Erfahrungsaustausch und Wissenstransfer mit entsprechender Dokumentation zur nachhaltigen Entwicklung des Bereichs stellen wichtige Elemente des Projekts dar. Um eine Vielfalt von Erfahrungen und Ansichten in der inhaltlichen Auseinandersetzung mit dem Thema Tanz für junges Publikum zu gewährleisten, vernetzt ein internationaler Beirat explore dance über Deutschland hinaus. Vier Vertreter*innen europäischer Tanz- und Theaterinstitutionen werden beratend bei der Auswahl der Künstler*innen und bei den Fachtreffen eingebunden.

 

explore dance – Netzwerk Tanz für junges Publikum ist ein Kooperationsprojekt von fabrik moves Potsdam, Fokus Tanz / Tanz und Schule e.V. München und K3 | Tanzplan Hamburg. Es wird gefördert durch TANZPAKT Stadt-Land-Bund aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, der Behörde für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg, dem Kulturreferat der Landeshauptstadt München und dem Bayerischen Landesverband für zeitgenössischen Tanz aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus, sowie der Stadt Potsdam und dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg.
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Empowering Dance – Developing Soft Skills

Soft Skills sind persönliche Fähigkeiten, die sich auf die Bereiche der zwischenmenschlichen Kommunikation und Interaktion mit anderen beziehen. Komplexes Problemlösen, kritisches Denken, Kreativität, interkulturelle Kompetenzen und die Fähigkeit zur Teamarbeit werden laut dem Zukunftsbericht des Weltwirtschaftsforums als die wichtigsten Soft Skills der heutigen Gesellschaft und Arbeitswelt betrachtet.

Das Projekt Empowering Dance (Laufzeit September 2018 bis Februar 2020)– gefördert im Rahmen des EU-Programmbereichs Erasmus+ – zielte darauf zu erforschen, wie das Praktizieren zeitgenössischen Tanzes Menschen in ihren persönlichen wie auch zwischenmenschlichen Kompetenzen stärken kann. Fünf europäische Partner (Centro per la Scena Contemporanea in Bassano Del Grappa, Dansateliers in Rotterdam, HIPP in Zagreb, La Briqueterie – CDCN du Val-de-Marne in Vitry-sur-Seine, K3 | Tanzplan Hamburg) waren am Projekt beteiligt, das auf der Idee basiert zu untersuchen, ob eine kontinuierliche zeitgenössische Tanzpraxis dazu beitragen kann, besser mit Veränderung umzugehen, Resilienz zu entwickeln, Selbstvertrauen aufzubauen und stabilere zwischenmenschliche Beziehungen zu entwickeln.

Bislang gab es noch kaum Nachweise über die impliziten Soft Skill-Lerneffekte des zeitgenössischen Tanzes. Wissen und Kenntnisse, die für Tanzpraxen spezifisch sind, sind zumeist in implizites bzw. „stilles“ Wissen, das eher im Hintergrund wirkt und selten direkt benannt und in seinen Potenzialen in verschiedenen Kontexten erkannt wird. Empowering Dance hat diese impliziten, in zeitgenössischen Tanz erlernbaren Fähigkeiten und Kompetenzen identifiziert, gesammelt und benannt. Dazu wurden fünf praktische Beispiele untersucht. In diesen Beispielen arbeitet jeweils ein*e Tanzschaffende*r mit einer Gruppe von tanzinteressierten Menschen:

Am Dansateliers Rotterdam gibt es seit 2012 die „Movement class“, die sich an Tanzinteressierte richtet. Verschiedene Choreograph*innen leiten diese Klassen, die offen sind für alle an zeitgenössischen Tanz und Choreographie Interessierten.

In Bassano del Grappa in Italien fokussierte sich die Untersuchung auf das Programm Dance Well. Seit über fünf Jahren bietet Dance Well Parkinsonerkrankten, ihren Familienangehörigen und älteren Bürger*innen die Möglichkeit, an regelmäßigen Tanzklassen und Tanzveranstaltungen teilzunehmen.

In Frankreich am choreographische Zentrum La Briqueterie in Vitry-sur-Seine war ein Projekt des Künstlers Jordi Gali Gegenstand der Analyse. Das Projekt führte eine Gruppe von tanzinteressierten Menschen zusammen, darunter Nachbarn des Bezirks, Migrant*innen und Geflüchtete.

Am choreographischen Zentrum K3 auf Kampnagel in Hamburg nahm Empowering Dance den seit 2007 bestehenden Jugendklub für tanzinteressierte Jugendliche ab 15 Jahren in den Blick. In jeder Spielzeit entwickelt der Jugendklub zusammen mit eine*r Choreographin ein neues Stück, das unter professionellen Bedingungen zur Aufführung kommt. In der Spielzeit 18/19 war der Jugendklub in das Projekt Hamonim von Patricia Carolin Mai eingebunden

In Zagreb wiederum lag der Fokus des Projekts auf einer Gruppe von Tanzstudierenden, die sich auf eine professionelle Tanzkarriere vorbereiten.

Die Arbeitstreffen der beteiligten Partnereinrichtungen und Tanzschaffenden fanden im Zeitraum von September 2018 bis Februar 2020 statt und dienten dem gegenseitigen Erfahrungsaustausch. Nun liegen die Erkenntnisse in Form einer eigenen Projektwebsite, einer Ergebnissammlung und eines ausführlichen Projektberichts vor.

http://empowering.communicatingdance.eu/about

Empowering Dance - Developing Soft Skills from Tanzplan on Vimeo.

 


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360° Communicating Dance

Online Communication Toolkit

Die Website www.communicatingdance.eu ist das Ergebnis des Projekts 360° Building Strategies for Communication in Contemporary Dance, das durch das Programm Erasmus+ der Europäischen Union gefördert wurde. Das Projekt zielte darauf ab, Choreograph*innen und Tanzschaffende aller Erfahrungsstufen Informationen anzubieten, die sie in der Kommunikation ihrer künstlerischen Arbeit mit verschiedenen Akteur*innen unterstützen.

Der Titel 360° unterstreicht, dass die Kommunikation im Bereich des zeitgenössischen Tanzes nicht nur ein eher konventionelles Verständnis von Kommunikation (Pressearbeit, Marketing, etc.) umfasst, sondern dass die Kommunikation einer künstlerischen Arbeit in dem Moment startet, in dem ein/e Künstler*in einen neuen kreativen Prozess beginnt. 360°-Kommunikation bezieht sich in diesem Sinn somit auf alle Menschen und Zielgruppen, denen man im Laufe des Arbeitsprozesses begegnet, von Kooperationspartnern, über Veranstalter*innen, Kolleg*innen, Teammitglieder bis zu Journalist*innen und dem Publikum. Zudem umfasst es Institutionen wie Fördereinrichtungen, Veranstaltungsorte, Theater und Festivals und dabei wiederum die Mitarbeiter*innen der verschiedenen Abteilungen, von der Technik bis zur künstlerischen Leitung.

Im Laufe von 16 Monaten ermöglichte das Projekt insgesamt sieben Arbeits- und Austauschtreffen mit Teammitgliedern der beteiligten Partnerinstitutionen, die wiederum Kommunikationsexpert*innen und Tanzschaffende zu den Treffen eingeladen haben. Das Ergebnis dieses Prozesses ist die englischsprachige Website www.communicatingdance.eu, die professionelle Tanz- und Theaterschaffende einlädt zu:

 

Think:
Präsentiert Texte zu Schlüsselbegriffen der Kommunikation:
http://www.communicatingdance.eu/tools/think

Use:
Versammelt wichtige Kommunikations-FAQs und Vorlagen:
http://www.communicatingdance.eu/tools/use

Play:
Ermöglicht durch einen modularen Ansatz, sich in spielerischer Weise einen eigenen Kommunikationsplan zu entwerfen:
http://www.communicatingdance.eu/tools/play

 

Projektpatrtner:
Centro per la Scena Contemporanea, Bassano Del Grappa; Dance Ireland, Dublin; Dansateliers, Rotterdam; Hrvatski institut za pokret i ples, Zagreb; K3 – Zentrum für Choreographie | Tanzplan Hamburg / Kampnagel; La Briqueterie - CDCN du Val-de-Marne, Vitry-sur-Seine.

Projektdauer: September 2016 bis Dezember 2017.

www.communicatingdance.eu


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Reflex Europe

REFLEX Europe untersuchte Dokumentation als Instrument der Reflektion, um Tanzunterrichtende dabei zu unterstützen, ihren Unterricht weiter zu verbessern und damit zugleich die Lernerfahrung der Unterrichteten zu erhöhen. Das Projekt war eine Partnerschaft von acht Europäischen Organisationen aus den Bereichen Zeitgenössischer Tanz und Tanzvermittlung.

REFLEX Europe bestand aus einer elfköpfigen Forschungsgruppe, darunter Tanzunterrichtende und Autor*innen, sowie Expert*innen aus dem Bereich der Tanzvideoproduktion. In einem Zeitraum von drei Jahren (September 2015 - August 2018) entwickelte die Gruppe in einer Reihe von Forschungsmodulen das REFLEX Tool & GuideMind the Dance als ein Handbuch zu den untersuchten Arbeitsmethoden.

Das IDOCDE Symposium, das jährlich im Rahmen des internationalen Tanzfestivals ImpulsTanz in Wien stattfindet, ergänzt das Forschungsvorhaben von RELFEX Europe. Neben seiner Funktion als Plattform für den Austausch zwischen Tanzschaffenden und -pädagog*innen, diente das Symposium der Weiterentwicklung des Projekts.

Im dritten und letzten Projektjahr wurden die Ergebnisse des Projekts in Vermittlungsworkshops in allen Partnerorganisationen und einer finalen Masterclass veröffentlicht. Zudem entstand eine Online-Publikation.
Mind the Dance ist eine Sammlung von Essays, Texten und praktischen Tools für alle, die sich als Künstler*innnen und Unterrichtende mit dem kreativen Dokumentieren von Bewegung beschäftigen: www.mindthedance.com


REFLEX Europe wurde von der Europäischen Union gefördert und arbeitete eng mit dem Onlinenetzwerk für Zeitgenössischen Tanz und Unterricht, IDOCDE (internationale Dokumentation von Zeitgenössischem Tanzunterricht) für die Veröffentlichung, Vernetzung und Feedback des REFLEX Tool & Guide zusammen.

Forschungsgruppe: Amir Avraham, Bertha Bermúdez Pascual, Defne Erdur, Eszter Gál, Sabina Holzer, Nicolas Hubert, Andrea Keiz, Kerstin Kussmaul, Friederike Lampert, Anouk Llaurens, Ulla Mäkinen, Barbara Meneses, Martin Streit, John Taylor, Suzan Tunca

Partnerorganisationen: Wiener Tanzwochen (AT), K3 – Zentrum für Choreographie | Tanzplan Hamburg (DE), Tanzplattform Rhein-Main (DE), SíN Culture Center (HU), North Karelia College Outokumpu (FI), Le Pacifique (FR), ICKamsterdam (NL), Elim Sende (TR)


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