Keyvisual
GITTA BARTHEL (HAMBURG)

INKLUSIVES PROJEKT
TANZ UND MUSIK

Das inklusive Projekt von barner 16 / Meine Damen und Herren und K3 unter der Leitung von Gitta Barthel geht in der Spielzeit 2016/17 in die nächste Phase. Dieses Angebot richtet sich an alle, die an einem Austausch zwischen Menschen mit und ohne Erfahrung im Tanz sowie mit und ohne Behinderung interessiert sind. Im Zentrum steht das Zusammenspiel zwischen Tanz und Musik: Die Teilnehmenden experimentieren mit Musiken verschiedener Herkünfte und Stile, tanzen zu neuen Songs der Band Station 17 und erforschen, wie Bewegung und Sound einander ergänzen und kontrastieren.
 
Offen für alle Interessierten | Keine Vorkenntnisse erforderlich |
Die Teilnahme ist kostenlos, Voraussetzung ist die regelmäßige Teilnahme.
 
Informationen und Anmeldung bis zum 06.09. unter: tanzplan2@kampnagel.de
 
09.09. - 20.07. | jeweils freitags | 11:30-13:00 | Medienbunker Feldstraße 66 | 2. Etage
 
FESTIVAL

TOGETHERAPART

CHOREOGRAPHISCHE ANNÄHERUNGEN AN EIN ZUSAMMENHALTEN IN EUROPA
 
Ob als Kontinent oder Union – Europa wird täglich mit neuen Herausforderungen konfrontiert. Sein kultureller, politischer, sozialer und wirtschaftlicher Zusammenhalt wird angezweifelt, angegriffen, eingefordert, gelebt. Wie kann man sich in diesem Spannungsfeld bewegen, miteinander leben und auseinander gehen? Was möchten wir zusammen halten und was gibt uns Zusammenhalt?

Anlässlich des 10-jährigen Jubiläums von K3 sind drei internationale choreographische Teams – Marble Crowd (Island), Arkadi Zaides (Israel) und Chiara Bersani|Marco D’Agostin (Italien) – eingeladen, sich im Rahmen des Festivals togetherapart mit Aspekten des realen und ideellen Zusammenhaltens in Europa und darüber hinaus aus unterschiedlichen künstlerischen Perspektiven auseinanderzusetzen. Die drei entstehenden Uraufführungen, weitere Produktionen sowie Vorträge, Workshops und Gespräche nähern sich den verschiedenen Facetten eines (europäischen) Zusammenhaltens an.

 

PROGRAMMÜBERSICHT
 

30.03.
Deter|Müller|Martini
IN THE FOREST THERE IS
(Wiederaufnahme)
Gemeinsam die Dunkelheit in den Wäldern menschlicher Ängste erleben, in tröstlicher und erheiternder Poetik.

31.03. - 02.04.
Bersani | D'Agostin
THE OLYMPIC GAMES (Uraufführung)
Eine Dekonstruktion der Utopie friedlichen sportlichen Wettstreits – oder friedlichen gesellschaftlichen Miteinanders?

31.03. - 02.04.
Marble Crowd
MOVING MOUNTAINS IN THREE ESSAYS
(Uraufführung)
Können wir Berge versetzen? Zusammen? Durch Magie? Oder ist alles Illusion?

31.03. - 02.04.
Symposium
WORKING TOGETHER TRANSNATIONALLY. STRUCTURES, CONDITIONS AND ARTISTIC PRACTICES
Diskutiert und praktiziert werden Möglichkeiten von Solidarität in und zwischen Produktionsstrukturen, die Medien der Kollaboration sowie choreographische Formen des Zusammenarbeitens.

06. - 08.04.
Arkadi Zaides
TALOS
(Uraufführung)
Eine Konferenz zur Zukunft von Grenzen

06. - 08.04.
HAMBURGER SUITE
(Uraufführung)
Telemann, Polonaise, Charleston, Disco u.v.m.  – es wird zu allem getanzt, mit allem, alles.

08.04.
deufert&plischke
DURCHEINANDER
(Hamburg Premiere)
Alle, die da sind, sind das Ensemble und schaffen Unordnung – wie im echten Leben.

 

Das detaillierte Programmheft mit weiteren Veranstaltungen zum Download

 

togetherapart wird gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes.

 

Graphik: Paula Franke
Foto: iStock/George Clerk

30.03. - 08.04.
TOGETHERAPART
10 JAHRE K3 | TANZPLAN HAMBURG

DAS FEST
FEIERT MIT UNS, TANZT MIT UNS!

Wir laden herzlich ein, den Tanz, Hamburger Tänze, den Tanz in Hamburg, die bisherigen 10 Jahre und die Zukunft von K3 zu feiern. Es ist für alles gesorgt, was man bei einer Geburtstagsfeier erwarten kann: Musik, große Reden, große Gesten, Konfetti, Geschenke und vielleicht auch Überraschungen – wir lassen uns überraschen.
 
 
Graphik: Paula Franke
30.03. | 20:30 | K2 | 9€
FEIERT MIT UNS, TANZT MIT UNS!
DETER|MÜLLER|MARTINI (BERLIN)

Choreographie | Performance
IN THE FOREST THERE IS

Am Anfang ist die Angst. Angst als ein so profaner wie archaischer Zustand. Einerseits unteilbar, dieser höchst individuell empfundene alte Affe. Gleichzeitig die wunde Stelle, die uns Verständnis für einander abringt. Hier sind wir alle schon gewesen. Die Dunkelheit ihrer Wälder, unwegsam, verworren, hat uns alle schon umfangen.
In The Forest There Is bleibt bei der solitären Durchforstung von Territorien, in denen Getrenntsein und Fremdheit hausen – und hält einem die Hand hin, nicht zärtlich, sondern pragmatisch in ihrem Griff, um sich nicht zu verlieren beim Durchwandern dieser allumfassenden Landschaften.

 

Deter|Müller|Martini erproben Handlungsmöglichkeiten der Kunst im Umgang mit einer medial geprägten Wirklichkeit. Ausgangspunkt ist der Körper in seiner Materialität, der über eine intensive Zuspitzung unvorhersehbare oder absurde Imaginationsräume zu öffnen vermag. Deter|Müller|Martini arbeiten mit Theatern wie sophiensaele Berlin, skogen Göteborg, K3 | Tanzplan Hamburg, artblau Braunschweig, Theater Freiburg und HAU Berlin zusammen.

 

Eine Produktion von K3| Tanzplan Hamburg, gefördert durch die Hamburgische Kulturstiftung.
 

 
 
©Thies Rätzke
30.03. | 19:00 | K1 | 12€ | 9€
IN THE FOREST THERE IS
Marble Crowd (Island)

Tanz | Choreographie
MOVING MOUNTAINS IN THREE ESSAYS (Uraufführung)

Wir bewegen Berge, bringen Steine ins Rollen und widerstehen der Versuchung, uns niederzulassen.
Ausgehend von der unermesslichen Symbolik der Berge entwickelt das bildgewaltige isländische Kollektiv ein Stück, das auf einer Recherche zu künstlerischer Kooperation basiert.
Ein Berg türmt sich von unten nach oben durch kollidierende Kräfte auf.
Ein Berg hat keine Bedeutung, er existiert einfach.
Einen Berg zu bewegen ist der Versuch des Unmöglichen. Wie können wir uns mit tektonischen Kräften vergleichen? Wir werden zugrunde gehen.
Ihr Spiel ist nur ein Mittel zum Zweck, eine Sandkiste gemeinsamen Denkens, eine Möglichkeit, starre Gewohnheiten aufzudecken. Können wir Zuversicht angesichts von Absurdität finden – durch nichts weiter als Vertrauen in unser Zusammensein?▲

Choreographie|Performance: Sigurður Arent, Kristinn Guðmundsson, Katrín Gunnarsdóttir, Védís Kjartansdóttir, Saga Sigurðardóttir
Bühnenbild|Kostüm: Tinna Ottesen

Marble Crowd (Sigurður Arent, Kristinn Guðmundsson, Katrín Gunnarsdóttir, Védís Kjartansdóttir, Saga Sigurðardóttir) ist ein Kollektiv aus Island, das in unterschiedlichen Konstellationen seit über zehn Jahren zusammenarbeitet. Ihr choreographisches Konzert Scape Of Grace (2013) und die Techno-Tragödie Predator (2014) wurden beim Reykjavik Dance Festival uraufgeführt. Ersteres wurde für den Icelandic Performing Arts Award nominiert.

 

Eine Produktion von Marble Crowd und K3 | Tanzplan Hamburg (im Rahmen von togetherapart, gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes), unterstützt durch den Nordisk Kulturfond, in Kooperation mit Bora Bora, Reykjavik Dance Festival, The Nordic House auf den Färöer Inseln und Decameron Festival.

      

 

©Thies Rätzke

31.03. - 02.04. | 31.03., 20:30 | 01.04., 20:00 | 02.04., 18:00 | K6 | 12€ | 9€ | Publikumsgespräch im Anschluss an die Vorstellung am 01.04.
MOVING MOUNTAINS IN THREE ESSAYS (Uraufführung)
Bersani | D’Agostin (Italien)

Tanz | Performance
THE OLYMPIC GAMES (Uraufführung)

Die Olympischen Spiele kommen doch noch nach Hamburg! Die italienischen Choreograph*innen Chiara Bersani und Marco D’Agostin nehmen sich die Formate der Zeremonien und Wettkämpfe der Olympischen Spiele vor und nutzen sie für eine kritische Betrachtung des politischen und sozialen Systems Europas. Die feierlichen und kämpferischen Aspekte der Spiele sind dabei direkter Bezug wie Metapher, Regel wie Möglichkeitsraum einer Betrachtung von Sport als widerständiger Position. In diesem Spannungsfeld bewegt sich das künstlerische Team, um das Publikum auf eine Reise in das langsame Auseinanderbrechen einer friedlichen Utopie mitzunehmen: Kann die Struktur der Olympischen Spiele als Grundlage für all diese Themen dienen? Und können diese so verändert werden, dass sie neue Perspektiven auf die Geschichten, Bedürfnisse und Position des Einzelnen wie der Gemeinschaft entstehen lassen?

mit: Marta Ciappina, Matteo Ramponi, Luca Poncetta, Pablo Esbert Lilienfeld, Hani Jazzar

Chiara Bersani und Marco D’Agostin leben in Italien. Ihre Beziehung schwankt zwischen Freundschaft und Kollaboration, Korrespondenz und Träumerei.
Bersani ist in ihren Arbeiten an der politischen Signifikanz von Körpern interessiert. Als Performerin hat sie u.a. mit Alessandro Sciarroni, Jérôme Bel und Lenz Rifranzioni gearbeitet. D’Agostin entwickelt seit 2010 eigene Projekte und erhielt zahlreiche Auszeichnungen. Everything is OK wurde für die Liste der Aerowaves 2016 Priority Companies ausgewählt. Als Performer arbeitet er u.a. mit Tabea Martin, Alessandro Sciarroni und Liz Santoro.

 

Eine Produktion von Chiara Bersani, Marco D’Agostin und K3 | Tanzplan Hamburg (im Rahmen von togetherapart, gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes), koproduziert von CapoTrave/Kilowatt, VAN dance company und dem EU-Projekt BeSpectACTive, unterstützt von Centrale FIES art work space, Corsia Of - Centro di Creazione Contemporanea und Ateliersi.
 
 
©Thies Rätzke
31.03. - 02.04. | 31.03., 19:00 | 01.04., 20:00 | 02.04., 18:00 | P1 | 12€ | 9€ | Publikumsgespräch im Anschluss an die Vorstellung am 01.04.
THE OLYMPIC GAMES (Uraufführung)
SIMONA KOCH

Kurzfilm
GRENZEN/EUROPA

Die Künstlerin Simona Koch untersucht in ihrem Animationsfilm GRENZEN/Europa auf subtile und poetische Weise die Unbeständigkeit von Grenzen. Mit einem Bleistift zeichnete sie europäische Grenzen vom Jahr 0 bis heute auf ein Blatt Papier, um sie wieder auszuradieren, zu verändern oder durch neue zu ersetzen. Das rhizomartige Geflecht, das so am Ende des Films entsteht und aus den Spuren der einstigen Staatsgrenzen besteht, wirkt wie ein Röntgenbild Europas und verweist auf einen Zusammenhalt jenseits nationaler Ansprüche.
31.03. - 02.04. | Foyer | Eintritt frei
GRENZEN/EUROPA
Körperbewegung

VICTORIA HAUKE (HAMBURG)
WUP AM MORGEN

WUP ist eine rundum Wake-up Session für Körper und Geist. Räkeln, Klopfen, Schwingen, Schütteln, Lösen, Dehnen, Lockern, Wärmen. In der Wake-up Session am Morgen fließen Ansätze von QiGong und Yoga zusammen. Der spielerische Ansatz dabei weckt den Geist.
 
Victoria Hauke ist Choreographin und Tänzerin, praktiziert seit über 35 Jahren Hatha Yoga, seit 20 Jahren Qigong und Taijijuan und unterrichtet im In- und Ausland.
 
Offen für alle Interessierten | Keine Vorkenntnisse erforderlich
31.03. - 02.04. | 31.03. & 01.04., 10:00 - 10:45 | 02.04., 09:00 - 09:45 | K32 | Teilnahme kostenlos
WUP AM MORGEN
Symposium

WORKING TOGETHER TRANSNATIONALLY. STRUCTURES, CONDITIONS AND ARTISTIC PRACTICES

Das dreitägige Symposium, das vom belgischen Soziologen Rudi Laermans kuratiert wird, diskutiert und praktiziert Möglichkeiten von Solidarität in und zwischen Produktionsstrukturen und Künstler*innen, untersucht die “Medien” der Kollaboration wie Vertrauen, Freundschaft oder Geld und testet choreographische Formen des Zusammenarbeitens.
Am ersten und zweiten Tag werden Podiumsdiskussionen und Impulsvorträge mit Arbeitsgruppen kombiniert. Ziel des ersten Tages ist, dass Künstler*innen und Institutionen gemeinsam Vorschlägen und Fragestellungen zur Verbesserung künstlerischer Arbeitsbedingungen in Europa erarbeiten. Am zweiten Tag soll ein Katalog an Parametern entwickelt werden, welche maßgeblich die Zusammenarbeit zwischen Akteur*innen beeinflussen. Der dritte Tag verlegt das Symposium ins Studio. Dort erproben die Teilnehmenden vier choreographische Methoden der künstlerischen Zusammenarbeit.

 

31.03. | 11:00 - 17:00
Improving Artistic Working Conditions
Durch den Austausch über ‚best practice’ Modelle und innovative Konzepte, die versuchen Solidaritätsmodelle, faire Arbeitsweisen und zuverlässige Arbeitsbedingungen zu etablieren, sollen an diesem Tag Schlüsselbegriffe und Mindestanforderungen diskutiert werden, um gemeinsam Strategien zu entwickeln, mit denen sich künstlerische Arbeitsbedingungen in Europa verbessern lassen.

Beiträge von:
Annelies van Assche, Janina Benduski, Jenny Beyer, Roberto Casarotto, Kristin de Groot, Walter Heun, Bettina Masuch, Steriani Tsintziloni

 

01.04. | 11:00 - 17:00
The Media of Collaboration
Zu einem gewissen Grad ist jede Zusammenarbeit ein soziales Experiment. Um diese besondere Art und Weise des gemeinsamen Tuns – der Kollaboration – objektiver zu betrachten, konzentriert sich der zweite Tag des Symposiums auf „Medien“ der Zusammenarbeit wie Freundschaft, gegenseitiges Vertrauen, Respekt und Anerkennung. Der Tag endet mit einer ersten Begriffssammlung von Medien der Kollaboration.

Beiträge von:
Eleanor Bauer, Leonardo Delogu, Kristinn Gu∂mundsson (Marble Crowd), Brendan Keaney (tbc), Sandra Noeth, Biljana Tanurovska, Gesa Ziemer

 

02.04. | 10:00 - 16:00
Choreographic Practices of Working Together
Nach Diskussionen über die strukturellen Aspekte von Solidarität sowie der Auseinandersetzung mit verbindenden und/oder trennenden „Medien“ der Kollaboration, bringt der dritte Tag die Teilnehmenden ins Studio. Zwei parallele Workshops am Morgen und Nachmittag geben eine Einführung in Methoden und Herangehensweisen an Formen künstlerischer Zusammenarbeit, auch in praktischer Hinsicht und unter Einsatz des Körpers. Wie können diese Modelle der Zusammenarbeit einen Beitrag zu anderen Arbeitskontexten leisten?

Workshops mit:
Eleanor Bauer, Leonardo Delogu, Eszter Gal, Saga Sigurdardóttir (Marble Crowd)

 

In englischer Sprache

 

Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes. In Kooperation mit dem European Dancehouse Network (gefördert durch die Europäische Kommission).

        

31.03. - 02.04. | K4 | 3-Tagesticket: 35€ (26€) | Tagesticket: 15€ (12€) |
WORKING TOGETHER TRANSNATIONALLY. STRUCTURES, CONDITIONS AND ARTISTIC PRACTICES
ALMUT-BARBARA RENGER (BERLIN)

KODIERUNGEN EUROPAS IN WEIBLICHER GESTALT
DIE EUROPA, DAS EUROPA: MYTHOS, KONTINENT, POLITIKUM.

Die Verbindung des Mythos vom Raub der Europa mit dem gleichnamigen Erdteil findet sich bis heute in zahlreichen Medien. Mit wechselnden Europavorstellungen wurde sie seit der griechisch-römischen Antike immer wieder neu inszeniert. Seit Beginn der Neuzeit wurden dabei sowohl die als auch das Europa textuell und visuell als weiblicher Körper kodiert sowie Merkmale des Mythos einerseits und des Kontinents anderseits aufeinander übertragen. Die an der FU in Berlin lehrende Professorin für Religionswissenschaft Almut-Barbara Renger schlägt einen Bogen über diese verschiedenen Darstellungsformen in Zusammenhang mit politischen Ansprüchen und Vorstellungen.
 
In deutscher Sprache
31.03. | 18:00 | Foyer | Eintritt frei
DIE EUROPA, DAS EUROPA: MYTHOS, KONTINENT, POLITIKUM.
Musikalischer Tagesausklang

RÄUBER&RÄUSKOPP

Für alle die zum Festivalauftakt die Tanzlust packt: räuber&räuskopp bieten zum Ausklang des Premieren-abends groovige Klänge der letzten 100 Jahre. Ein Mix aus Disco, House und Hits zum Wippen, Mitsingen oder Tanzbein schwingen; mit Gastperformance von Major Uta Major.
31.03. | ab 22:00 | K3 | Eintritt frei
RÄUBER&RÄUSKOPP
MAXIMILIAN PROBST (HAMBURG)

ÄSTHETIK DES ABSTIEGS

Wenn es um Berge geht, ist oft von kletternder Selbstüberwindung, hohem Risiko und dem Bezwingen von Gipfeln die Rede. Wer aber von Bergen spricht, sollte vom Abstieg nicht schweigen. Der ist oft lang, mühsam und taugt nicht als Metapher für das triumphierende Selbst. Am Ende kommt alles herunter. Der ZEIT-Journalist und Autor Maximilian Probst stellt die These auf, dass im Abstieg eine Ästhetik eigener Art steckt, eine Ästhetik, die sich um die Verbindlichkeiten dreht, die wir Anderen gegenüber eingehen. Berge fragen also auch: Wie gelingt ein Leben ohne Wagnis, ohne Absonderung, ohne Macht?
 
In deutscher Sprache
01.04. | 19:00 | Foyer | Eintritt frei
ÄSTHETIK DES ABSTIEGS
Musikalischer Tagesausklang

Donna Neda

Neda Ploskow aka Donna Neda ist seit Mitte der 1990er in der elektronischen Musikszene aktiv. Sonst zu Hause in der John Lemon Bar, wird sie am Samstagabend die Turntables in der K3 spielen. Seltene Schallplatten aus zahlreichen Ländern verknüpft sie genre-frei zu einer abendfüllenden Dramaturgie: garantiert sind dancy Tunes!
01.04. | ab 22:00 | K3 | Eintritt frei
Donna Neda

Abendbrot

Nach den Vorstellungen am Sonntag, den 2. April, laden wir zu einem gemeinsamen Abendbrot mit den Künstler*innen und dem K3-Team ein, um das erste Festivalwochende ausklingen zu lassen, Begegnung zu ermöglichen und Austausch anzuregen – über das Gesehene, über künstlerisches Produzieren, über europäischen Zusammenhalt und natürlich übers Essen.
02.04. | 19:30 | K3
Abendbrot
20 Jugendliche und das Ensemble Resonanz

Tanz | Choreographie | Komposition
HAMBURGER SUITE (Uraufführung)

Es geht doch nichts über eine gute Mischung, sei es im Hafen, in dem das Massengut umgeschlagen wird, beim Fernsehballett, das sich in großen Formationen über den Bildschirm bewegt, oder in der Stadt, die Menschen aus verschiedensten Ländern beheimatet. Und dann noch die große Schnulze darüber trällern.
Entsprechend ist die Hamburger Suite ein Medley aus Tanz und Musik. Ein Mix aus feinen Klängen, großen Bewegungen und umgekehrt. 20 Jugendliche, 5 Choreograph*innen, 1 Komponist und 6 Musiker*innen des Ensemble Resonanz zeigen, wie man heute zu Musik tanzen kann: Telemann, Polonaise, Charleston, Disco u.v.m. – es wird zu allem getanzt, mit allem, alles.
 
 
Choreographie: Jenny Beyer, Friederike Lampert, Patricia Carolin Mai
Komposition: Michael Wolters
Live-Musik: Ensemble Resonanz
 
Ein Bündnisprojekt von K3 | Tanzplan Hamburg, Stadtteilschule Alter Teichweg, Gretel Bergmann Schule und jaf e.V.. Gefördert von ChanceTanz, einem Projekt des Bundesverbandes Tanz in Schulen e.V. im Rahmen des Programms Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung des BMBF.

                   
 
 
Special Guests: Mitglieder des K3-Jugendklubs
Choreographie: Sebastian Matthias, Lisanne Goodhue

Gefördert durch die Hamburgische Kulturstiftung

 
 
©Stefanie Rübensaal
 
06.04. - 08.04. | 06. und 08.04. | 19:30 | 07.04. | 10:00 und 13:00 | K2 | 12€ | 9€ | 5€ (Schulklassen) | Publikumsgespräche nach den Vorstellungen am 07.04. (13:00) und 08.04.
HAMBURGER SUITE  (Uraufführung)
Arkadi Zaides (Weißrussland, Israel, Frankreich)

Konferenz | Performance
TALOS (Uraufführung)

Was bewegt dich? Was bewegt eine Grenze? Was begrenzt Bewegung?
Der israelische Choreograph Arkadi Zaides ist international vor allem durch sein Stück Archive bekannt, in dem er alltägliche gewaltsame Taten israelischer Siedler verkörpert, die auf Kameras von Palästinensern in der Westbank aufgenommen wurden.
Zaides neue Arbeit entsteht in Reaktion auf Talos, ein EU-gefördertes Projekt, in dem ein neues Grenzschutzsystem mit Robotern entwickelt wurde. Indem der Roboter nicht nur an Grenzen patrouillieren, sondern sie auch durch seine Bewegung neu etablieren kann, spekuliert das Projekt auf die Zukunft von Grenzen und ihrer Transformation.
Zusammen mit seinem Team entwickelt Zaides eine Konferenz, die sich auf das Talos-Projekt bezieht. Es werden Spezialist*innen aus Feldern der politischen Philosophie, Anthropologie, Migrationsforschung und Geographie eingeladen, um in verschiedenen Formaten Bewegung an und von Grenzen zu befragen.

Mit Beiträgen von:
Florian Sprenger (Media- and Cultural studies)
Jassem Hindi (Sound Design)
Georg Hobmeier (Game Design & Development)
Arkadi Zaides (Choreographer)
Sylvestre Amoussou (Film)
Manuela Zechner (Film)

Team: Claire Buisson, Nienke Scholts, Culture Crew (Olivier Liers, Vincent Jacobs), Effi Weiss & Amir Borenstein, Jonas Rutgeerts, Simge Gücük und Key Performance 

Arkadi Zaides wurde 1979 in Weißrussland geboren und immigrierte 1990 nach Israel. Seinen Master in Choreographie absolvierte er an der Theater School in Amsterdam. Er tanzte in israelischen Kompanien wie Batsheva Dance Company und Sameen Godder Dance Group. Seine eigenen Arbeiten wurden bereits weltweit auf zahlreichen Festivals präsentiert.

In englischer Sprache

 

Ein Projekt von Arkadi Zaides koproduziert von K3 | Tanzplan Hamburg (im Rahmen von togetherapart, gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes), La Maison de la Danse, Les Subsistances, CDC Toulouse, NEXT Festival, CCNN – Centre Choréographique National de Nantes, Tanzquartier Wien, mit Unterstützung von O Espaço do Tempo, STUK und Wiesbaden Biennale, unter Mitwirkung von DICRéAM. Institut des Croisements/Arkadi Zaides wird gefördert durch das französische Ministerium für Kultur und Kommunikation sowie DRAC Auvergne Rhône-Alpes.

    

©Thies Rätzke

06.04. - 08.04. | 19:00 – 23:00 | K1 | 12€ | 9€
TALOS (Uraufführung)
Musikalischer Tagesausklang

MINOA

Die Stimme der Sängerin und Songwriterin Minoa taucht mal sanft, mal brüchig, dann wieder kraftvoll und impulsiv in Gedankenflüsse ein. Gefühle bestimmen ihre Melodien und erzählen von vergangener Zeit, dem gegenwärtigen Moment und verraten Wünsche, die auf Erfüllung warten. Im Gepäck hat sie nicht nur ihr Klavier, sondern auch die Hamburger Musikerin Lena Geue.
06.04. | 21:00 | K3 | Eintritt frei
MINOA
Musikalischer Tagesausklang

JASSEM HINDI

No skills DJ: lo fi / YouTube / no fades / rough cut. Keine Scham vor Dilettantentum. Für Jassem Hindi zählen keine Übergänge. Viel wichtiger ist ein guter Mix: Sub Sahara cell phone music, Bristol grime, Arabic pop post civil war, Butch hip hop, Swedish rappers and some hardcore and Doom metal to relax at the end.
07.04. | ab 22:00 | K3 | Eintritt frei
JASSEM HINDI
deufert&plischke (Berlin)

Choreographie
DURCHEINANDER (Hamburg Premiere)

Alle, die da sind, sind das Ensemble, machen Theater und schaffen Unordnung – Durcheinander ist der Titel einer Projektreihe sowie das Motto der Arbeitsweise des Hamburg seit Langem verbundenen Künstlerzwilling deufert&plischke. Durcheinander untersucht und produziert soziale Unordnung, wechselseitige Beziehungen und Interaktionen auf der Suche nach Kommunikation inmitten des Chaos künstlerischer Aktivität. deufert&plischke lädt zusammen mit einem Team von Künstler*innen (Jenny Beyer, Alain Franco, Annett Hardegen, Valentina Primavera und Kareth Schaffer) die Zuschauer*innen ein, ein neues episches Theater zu entwerfen. Die Zuschauer*innen finden sich in kleinen Laborsituationen zu verschiedenen Themen zusammen, in denen sie Kostüme erstellen, diskutieren und choreographische Scores ausprobieren. Diese werden als abschließendes Happening mit Live-Musik zur Aufführung gebracht. Mitwirken ist immer möglich – aber niemals verpflichtend. Neugierde und Spiellust sind herzlich willkommen!

 

Kattrin Deufert und Thomas Plischke (gemeinsam der Künstlerzwilling deufert&plischke) leben und arbeiten in Berlin. In den vergangenen fünfzehn Jahren realisierten sie zahlreiche Projekte, die sich mit Situationen künstlerischer Produktion und der komplexen sozialen Dynamik und Logistik künstlerischer Prozesse befassen. Ihre Arbeiten reichen über den Rahmen von Tanz und Theater hinaus und beschäftigen sich mit individueller Teilhabe und dem sozialen Alltag im künstlerischen Geschehen.

 

Eine Produktion von deufert&plischke, koproduziert von K3 | Tanzplan Hamburg, gefördert durch die Kulturbehörde Hamburg.

 

©deufert&plischke

08.04. | 18:00 – 22:00 | K3, P1 | 12€ | 9€
DURCHEINANDER (Hamburg Premiere)
Musikalischer Tagesausklang

JENNY BEYER | YOUTUBEFLOOR

Vom partizipativen Theater zum Festivalabschluss. Im Anschluss an das Durcheinander laden wir in die K3 und P1 zum Ausklang ein. Lasst uns gemeinsam bei Musik und Drinks auf zwei Wochen Festival zurückblicken. Getreu dem neuen epischen Theater dürft ihr neben der DJane Jenny Beyer die Musikauswahl des Abends bestimmen und den Youtubefloor entern.
08.04. | ab 22:00 | K3 und P1 | Eintritt frei
 JENNY BEYER | YOUTUBEFLOOR

limited edition

Im Rahmen des Formats Limited Edition arbeiten drei Hamburger Nachwuchschoreograph*innen von April bis Juni in den K3-Studios. Im Juni präsentieren Mab Cardoso, Marc Carrera und Andrea Krohn ihre Produktionen.Am Freitag, 16.06. und am Samstag, 17.06. werden jeweils alle drei Stücke gezeigt.
 
An beiden Abenden können alle drei Stücke besucht werden. In welcher Reihenfolge die drei Stücke am Abend zu sehen sind, wird in Kürze bekannt gegeben.

 

Einzelticket 8€ | 6€
Doppelticket 14€ | 10€
Dreierticket 18€ | 15€
16.06. - 17.06. | 19:00 | 20:00 | 21:00 | P1 & K4