Loïc Perela | Pavlos Kountouriotis | Tian Rotteveel

Residenzstart

GET IT ON

Der August würde eigentlich die Überschrift „New Kids On The Block“ verdienen: Die Residenz-Choreographen der Spielzeit 17/18 kommen Mitte August für ihre achtmonatige Arbeitsphase nach Hamburg und richten sich in der K3 ein. Pavlos KountouriotisLoïc Perela und Tian Rotteveel kommen mit viel Gepäck in die Halle und möchten gemeinsam mit anderen auspacken. Zudem ist von Anfang August bis Anfang September Esl Kim aus Seoul am K3 zu Gast. Zum Start der Residenz laden wir deshalb Hamburger Künstler*innen ein, „die Neuen“ aus Rotterdam, Brüssel, Berlin und Seoul und ihre Arbeitsansätze in gemeinsamen Workshops kennenzulernen, sich auszutauschen und neue Seilschaften zu knüpfen:
Pavlos Kountouriotis, der sich in seiner Residenz mit Partituren als diskursiven Systemen beschäftigt, gibt einen Workshop über Sisyphos-Aufgaben, Dauer und Durchhalten. Loïc Perela untersucht Konzepte von Solidarität, Gemeinschaft und Verbundenheit im 21. Jh. und arbeitet bei Get it on an Präsenz im Raum und im Kontakt zu anderen sowie dem eigenen Körper als „sensorial body“. Tian Rotteveels Residenzthema ist das musikalische Übertragen und Verstärken von Bewegungen und Körperzuständen. In seinem Workshop erkundet er Möglichkeiten des Hörens und des Gebrauchs der Stimme. Esl Kim spielt mit den Ebenen von Bewusstsein und Unbewusstem in Körper und Geist.

Die Teilnahme an der Arbeitswoche Get it on ist kostenlos, um einen gemeinsamen Arbeitszusammenhang herzustellen bitten wir um tägliche und regelmäßige Teilnahme. Das tägliche gemeinsame Mittagessen wird von K3 gestellt.

 

Anmeldungen und Rückfragen bitte bis zum 06.08. an: tanzplan@kampnagel.de

Termine

16.08.2017
11:00 - 17:00
17.08.2017
11:00 - 17:00
18.08.2017
11:00 - 17:00
19.08.2017
11:00 - 17:00
20.08.2017
11:00 - 17:00

Informationen zur Veranstaltung

LocationKampnagel - K3

Loïc Perela

studierte in Marseille und Paris Tanz und war anschließend Tänzer am saarländischen Staatstheater sowie am Scapino Ballet Rotterdam. In seinen Arbeiten geht Loïc auf unterschiedlichste Weise der Frage nach, inwiefern das Theater ein Ort sein kann, in dem wir alle gleichermaßen existieren können. Seit 2012 arbeitet er als Choreograph, überwiegend in Rotterdam, und gewann 2015 den Preis der Nederlandse Dansdagen in Maastricht.


Im Rahmen der K3-Residenz wird sich Loïc mit Konzepten von Solidarität, Gemeinschaft und Verbundenheit auseinandersetzen und untersucht wie diese im 21. Jhd. umgesetzt werden können. Der Körper und seine Bewegung beschränkt sich dabei nicht auf die physische Ebene, sondern erstreckt sich auch auf die Stimme, um den Theaterraum zu einem Ort gemeinsamer Beteiligung zu machen.

Pavlos Kountouriotis

studierte am Laban Centre und der Universität von Leiden, absolvierte einen post-doc research bei P.AR.T.S. und promovierte an der Universität von Roehampton. Er ist ein glühender Fan logischen Denkens und interessiert sich für Systeme, die sich selbst erschöpfen. Er arbeitete u.a. mit Trisha Brown, Ron Athey, Mårten Spångberg, Ann Liv Young, Boris Charmatz und Mehmet Sanders.


Im Rahmen der K3-Residenz beschäftigt sich Pavlos mit Partituren als diskursiven Systemen, deren Komponenten sich in einem sich ständig verändernden Dialog befinden. Ausgehend von der Unterscheidung zwischen Mechanismus und Organismus wird er sich mit Fragen von Mathematik, Lebendigkeit und Zusammenspiel auseinander setzen.

Tian Rotteveel

studierte Komposition in Utrecht und am Konservatorium Den Haag sowie Tanz am HZT Berlin. Er arbeitet an und mit der Grenze von Musik und Choreographie und begreift Sound und Bewegung als untrennbare Praxis. Neben seinen eigenen Produktionen hat er als Performer u.a. mit Bruno Caverna, Jeremy Wade und Martin Nachbar gearbeitet.


Im Rahmen der K3-Residenz beschäftigt sich Tian mit dem Versuch, Bewegungen und Zustände des Körpers musikalisch zu übertragen und zu verstärken. Er testet die choreographischen Möglichkeiten von Rhythmus und arbeitet mit einem selbst entwickelten Musikinstrument, das über Sensoren die Bewegung und den Atem des Körpers in Sound umwandelt und so zu einem klingenden Nervensystem macht.