Graduiertenkolleg

Performing Citizenship. Neue Artikulationen urbaner Bürgerschaft in der Metropole des 21. Jahrhunderts

Das Erproben von Teilhabe an choreographischen Verfahren ist ein wichtiger Schwerpunkt des gemeinsam von der HafenCity Universität Hamburg (HCU), dem Fundus Theater und K3 getragenen und in dieser Form im deutschsprachigen Raum bislang ersten künstlerisch-wissenschaftlichen Graduiertenkollegs Versammlung und Teilhabe: Urbane Öffentlichkeiten und performative Künste (2012-2014).

Das von 2015 bis Ende 2017 laufende zweite künstlerisch-wissenschaftliche Graduiertenkolleg Performing Citizenship , ermöglicht erneut – getragen von HCU, HAW, Fundus Theater und K3 – erneut acht Doktorand*innen eine stipendiengestützte Promotion an der Schnittstelle künstlerischer und wissenschaftlicher Forschung. Es untersucht Artikulationen neuer urbaner Bürgerschaft, die Mitbestimmung praktisch und mit performativen Mitteln umsetzen.

Thematisch greift das Kolleg damit ein äußerst aktuelles Thema auf: In Städten des 21. Jahrhunderts entwickelt sich eine neue Form der Bürgerschaft, die sich selbstbestimmt – und oft in kreativen Formaten – organisiert, um ihr Zusammenleben nicht nur auszuhandeln, sondern auch konkret zu gestalten. Performing Citizenship erforscht die Artikulationen dieser neuen urbanen Bürgerschaft, die ihre Lust und ihr Recht auf Mitbestimmung praktisch und mit performativen Mitteln umsetzt: Lässt sich jenseits unseres repräsentativen Demokratie-Systems eine „performative Demokratie“ denken?
Da künstlerische Praktiken einen wichtigen Stellenwert in diesem Kontext einnehmen, ist das Kolleg – wie auch zuvor das Kolleg Versammlung und Teilhabe –  methodisch gleichwertig künstlerisch-wissenschaftlich angelegt. Damit leistet es einen wichtigen, vertiefenden Beitrag zur Grundlagenforschung und zur Weiterentwicklung der Vorreiterrolle Hamburgs in der Entwicklung von künstlerischer Forschung, die international bereits anerkannt, in Deutschland aber bisher noch wenig vertreten ist.


Das Graduiertenkolleg wird gefördert durch die Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung Hamburg.