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Als Begriff und Verfahren verbindet zeitgenössische Choreographie die Kunstformen Tanz und Performance zu einem Bereich mit hohem Innovatonspotenzial im Feld der künstlerischen Forschung. Zeitgenössische Choreographie ist gekennzeichnet durch prozessorientierte und dezentral organisierte Arbeitskontexte, die sich mit grundsätzlichen Fragen zu Körper, Raum und Bewegung beschäftigen. Dies ist eng verbunden mit der Befragung und Reflexion von Choreographie als eigenständiger Kunstform im Kontext gesellschaftlicher Entwicklungen sowie im Kontext von Tanz- und Performancegeschichte. Mit dem Körper als zentralem Ausgangspunkt ist Choreographie als Beschreibungskategorie von Wissen und Verfahren der Gestaltung von Bewegung im Raum stets Spiegel geschichtlicher und gesellschaftlicher Entwicklungen. In einer auf Mobilität ausgerichteten Gesellschaft gewinnt diese insbesondere unter den Aspekten Inklusion, Exklusion und Partizipation sowie Präsentation und Repräsentation zunehmend – und deutlich über die Kunstform selbst hinausweisend – an Bedeutung.

Neben der Vermittlung des zeitgenössischen Tanzes als eigenständige Kunstform und der Qualifizierung von Tanzschaffenden und ChoreographInnen, ist der Bereich der künstlerischen Forschung im Rahmen von unterschiedlichen Residenzformaten ein wesentliches Arbeitsfeld von K3. Das in dieser Form international einmalige Residenzprogramm gibt jährlich drei ChoreographInnen am Beginn ihrer beruflichen Praxis die Möglichkeit acht Monate am Zentrum zu forschen, zu arbeiten und zu produzieren.

Die Verbindung zu vermittelnden und kommunikativen Ansätzen und das Experimentieren mit Teilhabe an choreographischen Verfahren ist ein wichtiges Arbeitsfeld, das sich insbesondere im gemeinsam von Hafencity Universität Hamburg, Fundus Theater und K3 getragenen künstlerisch-wissenschaftlichen Graduiertenkolleg Versammlung und Teilhabe: Urbane Öffentlichkeiten und performative Künste widerspiegelt.

Im Bereich der Lehrmethoden innerhalb des Tanzunterrichts verfolgt IDOCDE – „International Documentation of Contemporary Dance Education“ das Forschungsziel, internationale „best practice“-Beispiele zu entwickeln und zu dokumentieren.