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Archiv / Spielzeit 2016/2017

AUFFÜHRUNGEN | PROJEKTE

27.08.
24.09.
17.10. - 21.10.
24.10. - 29.10.
02.11. - 04.11.
14.12.
19.01. - 23.01.
08.02. - 11.02.
13.03. - 18.03.
30.03. - 08.04.
30.03.
30.03.
31.03. - 02.04.
31.03. - 02.04.
31.03.
31.03. - 02.04.
31.03. - 02.04.
31.03. - 02.04.
31.03.
01.04.
01.04.
02.04.
06.04. - 08.04.
06.04. - 08.04.
06.04.
07.04.
08.04.
08.04.
08.04.
19.04.
26.04. - 06.05.
02.05. - 12.05.
10.05.
12.05.

Workshop und Diskussion mit interessierten ZuschauerInnen
Building together the Olympic Games

Im Rahmen der Recherche für ihr nächstes Stück The Olympic Games möchten die italienischen
Choreograph*innen Marco D’Agostin und Chiara Bersani in Workshops und Diskussionen zu europäischer und nationaler Identität in Austausch mit interessierten Zuschauer*innen treten.

The Olympic Games beschäftigt sich mit Aspekten der Identitätsbildung auf nationaler und europäischer Ebene um sich so der Hypothese anzunehmen, dass wir uns derzeit in Europa in einem (unsichtbaren) Kriegszustand befinden.

Ausgehend von einem Gespräch über persönliche und kollektive Erinnerungen zu den Olympischen Spielen sowie zu europäischer Identität und nationalem Patriotismus, wird die Gruppe eine neue Form der Olympiade imaginieren. Welche neuen Bedeutungen könnten ihr innewohnen? Welche Möglichkeiten in ihr stecken? Aus dem Gespräch werden anschließend gemeinsame Bewegungssequenzen entwickelt und ausprobiert.

Nach dem Treffen im August wird es in jeder der Arbeitsphasen von Chiara und Marco weitere Workshops in Hamburg geben (November, Januar und März) mit dem Ziel, etwas gemeinsam zu entwickeln und zu bauen – wenn schon nicht Europa, dann zumindest ein Fest davon.

 

In englischer und deutscher Sprache (mit Übersetzung)

Anmeldung bis zum 23.08. unter tanzplan2@kampnagel.de

 


THE OLYMPIC GAMES ist eine Produktion von Chiara Bersani und Marco D’Agostin in Koproduktion mit K3 | Tanzplan Hamburg im Rahmen des Projektes TOGETHER APART gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes.
27.08. | 15:00 - 18:00 | Eintritt frei
 

THE DARK SIDE OF WINTERHUDE

Zum Start ihrer Residenz am K3 arbeiten Deter | Müller | Martini vom 05. bis 23. September mit 15 Schüler*innen der Stadtteilschule Winterhude in den K3 Studios und erkunden mit ihnen das Dunkle, Fremde, Unbekannte – das, wovor wir uns gruseln, was Gänsehaut und Schauer, aber auch Neugier und Aufregung hervorruft. In einem dreiwöchigen Proben- und Arbeitsprozess tauchen sie tief in die Welt des Unheimlichen, der Monster, Vampire und anderer Ungeheuer ein und kreieren eine Situation, die möglicherweise nicht immer leichte Kost fürs Publikum ist, obwohl vielleicht auch mal ein Monster ganz harmlos im Bademantel auf dem Sofa lümmelt. Mit vollem Körpereinsatz erschaffen sie eine Performance, in der die Schüler*-innen weder sich selbst noch die Nerven des Publikums schonen. Wohin willst du gehen? Wovor schließt du die Augen? Wovor hast du Angst? Lasst uns dahin gehen... und von da aus überall hin.
 
©Dieter Hartwig
24.09. | 15:00 | P1 | Showing | Eintritt frei
THE DARK SIDE OF WINTERHUDE

HAMBURGER SUITE - FERIENWORKSHOP

Als Start in die Tanzproduktion für Jugendliche Hamburger Suite, die zusammen mit dem Ensemble Resonanz und dem Komponisten Michael Wolters entsteht, lädt K3 Jugendliche ab 14 Jahre zu einem einwöchigen Workshop ein:
In der Musik ist die Suite eine Abfolge verschiedener Tanzstücke mit unterschiedlichen Themen. Entsprechend werden im Workshop verschiedene Tanzstile zusammengestellt und getestet, was wozu passt und wie man heute zu Musik tanzt. Gemeinsam werden verschiedene tänzerische Szenen zur Komposition von Michael Wolters erarbeitet.
Die Ergebnisse des Workshops fließen in die Produktion Hamburger Suite ein, die im April 2017 Premiere hat.
 
Offen für alle Interessierten ab 14 Jahren | keine Vorkenntnisse erforderlich
Teilnahme kostenlos
 
Anmeldung bis zum 14.10. unter: lampert@tanzbildung.de
 
Hamburger Suite ist ein Bündnisprojekt von K3 | Tanzplan Hamburg, Stadtteilschule Alter Teichweg, Gretel Bergmann Schule und jaf.e.V.. Gefördert von Chance Tanz, einem Projekt des Bundesverbandes Tanz in Schulen e.V. im Rahmen des Programms Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung des BMBF.
 
©Julian Bauer
17.10. - 21.10. | 12:00 - 18:00 | K32
HAMBURGER SUITE - FERIENWORKSHOP

WORKSHOPWOCHE FÜR KINDER AB 10 JAHREN
DANCE STATION – EIN FERIENCAMP

Klicken, wischen, rollen, rennen, drehen, springen, antäuschen, auf dem Kopf stehen oder abtauchen: In der dance station kannst du dein eigenes Tanzspiel entwickeln. Vom 24. bis29.10. findet dance station als künstlerisches Herbstferiencamp für Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 14 Jahren in den K3-Studios statt. Die intensive Projektwoche nimmt das Spielen tänzerisch unter die Lupe und sucht nach virtuellen und körperlichen Spiel-Bewegungen: Ob Computerspiele, Brettspiele oder Stopptanzen – die Teilnehmenden bringen ihre Lieblingsspiele mit und entwickeln in Tanz- und Videoworkshops zusammen mit den Choreographinnen Meike Klapprodt und Patricia Carolin Mai sowie der Medienpädagogin Claudia Meiners eine gemeinsame Tanzaufführung, die zum Abschluss des Camps auf der Bühne P1 präsentiert wird.
 
Offen für alle Interessierten von 10 bis 14 Jahren | Keine Vorkenntnisse erforderlich
Teilnahme kostenlos
 
Informationen und Anmeldung unter: tanzplan2@kampnagel.de
 
dance station - Ein Feriencamp ist ein Bündnisprojekt von K3 | Tanzplan Hamburg, Stadtteilschule Alter Teichweg und jaf e.V.. Gefördert von ChanceTanz, einem Projekt des Bundesverbandes Tanz in Schulen e.V. im Rahmen des Programms Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung des BMBF.
©Thies Rätzke
24.10. - 29.10. | 10:00 - 16:00 | Showing 29.10. | 17:00 | P1 | Eintritt frei
DANCE STATION – EIN FERIENCAMP

PERFORMING CITIZENSHIP 02 – BODIES & MATERIALS, AGENCIES & SPACES, LIMITATIONS & INTERVENTIONS

Das dreijährige wissenschaftlich-künstlerische Graduiertenkolleg Performing Citizenship wird getragen von einer Kooperation aus HafenCity Universität (Kultur der Metropole), Hochschule für Angewandte Wissenschaft (Department Design) und zwei forschungsorientierten kulturellen Institutionen, dem Forschungstheater/ Fundus Theater und K3 | Tanzplan Hamburg.
Thematisch greift das Kolleg ein äußerst aktuelles Thema auf: In den Städten des 21. Jahrhunderts entwickelt sich eine neue Form der Bürger*innenschaft, die sich selbstbestimmt – oft in kreativen Formaten – organisiert, um ihr Zusammenleben nicht nur auszuhandeln, sondern auch konkret zu gestalten. Performing Citizenship erforscht die Artikulationen dieser neuen urbanen Bürger*innenschaft, die ihre Lust und ihr Recht auf Mitbestimmung praktisch und mit performativen Mitteln umsetzt.
Die internationale Konferenz Performing Citizenship 02: Bodies & Materials, Agencies & Spaces, Limitations & Interventions befragt den Begriff „citizenship“ aus verschiedenen Perspektiven: Kai van Eikels, Liz Rech und Antje Velsinger beschäftigen sich in ihren Beiträgen mit den Bodies of Citizenship. Citizenship and (urban) Spaces steht im Fokus der Beiträge von Katharina Kellermann, Elke Krasny, Sergio Tamayo und Michael Ziehl. Citizenship and Non-Performance ist Thema von Nikita Dhawan, Moritz Frischkorn, Thari Jungen und Alan Read, während Maike Gunsilius, Nanna Heidenreich, Darren O’Donnell und Constanze Schmidt die Frage nach Emerging Agency vertiefen. Als Keynote-Sprecher ist Engin Isin am 3. November zu Gast in der HafenCity Universität (19:00 Uhr).
 
In englischer Sprache
 

Detailliertes Programm unter: www.performingcitizenship.de
 
Anmeldung unter: contact@performingcitizenship.de
 
Das Graduiertenkolleg wird gefördert durch:

 

 

 

In Kooperation mit:

02.11. - 04.11. | Fundus Theater und HCU | Eintritt frei
 

PROBEBÜHNE EINS EXTENDED

Probebühne Eins ist ein Werkstatt-Format, bei dem kurze Experimente und Ausschnitte aus Projekten im Entstehen gezeigt werden. Unterschiedliche Arbeitsansätze sollen zur Disposition gestellt werden und Anlass zum Austausch bieten. Zum Jahresende geben Deter|Müller|Martini, Helen Schröder, Marble Crowd, Marco D’Agostin/Chiara Bersani und Arkadi Zaides einen Einblick in ihre aktuell am K3 entstehenden Arbeiten und damit einen Ausblick auf das Programm der zweiten Saisonhälfte und das K3 Jubiläumsfestival togetherapart. Darüber hinaus zeigt die Hamburger Choreographin Ursina Tossi Ausschnitte aus ihrer aktuellen Probenarbeit. Viel Programm in einer ausgedehnten Version der Probebühne Eins, wie immer mit anschließendem Tumult bei Wasser und Wein.
 
14.12. | 19:30 | P1 | 5€ | Offenes Gespräch im Anschluss
 

IN THE FOREST THERE IS

Am Anfang ist die Angst.

Die Angst vor dem Anfang, Angst vor dem Unbekannten, Angst vor der Angst. Angst als ein so profaner wie archaischer Zustand. Lässt sich dieses diverse, allen bekannte und doch höchst individuell empfundene Gefühl teilen? Können Landschaften daraus hervorgehen, über die dann all unsere Sehnerven und Imaginationen gemeinsam schweifen?

In The Forest There Is macht sich daran, aktuellen Ängsten eine tröstliche und erheiternde Poetik abzugewinnen, so dass wir einmal, an einem Abend, gemeinsam die Dunkelheit in den Wäldern menschlicher Ängste aushalten können.
 
 
Deter|Müller|Martini sind in der Spielzeit 16/17 Residenz-Choreograph*innen am K3. Das Team erprobt neue Handlungsmöglichkeiten der Kunst im Umgang mit einer medial geprägten Wirklichkeit. Ausgangspunkt ihrer Recherchen ist der Körper in seiner Materialität, der über eine physische Zuspitzung unvorhersehbare oder absurde Imaginationsräume zu öffnen vermag.
 
 
Eine Produktion von K3| Tanzplan Hamburg, gefördert durch die Hamburgische Kulturstiftung.
 

 
 
©Thies Rätzke
19.01. - 23.01. | 19.01. - 21.01. | 20:00 | 23.01. | 10:00 | K1 | 12€ | 9€ | Schulklassen 5€ | Publikumsgespräch am 20.01.
IN THE FOREST THERE IS

BEACH BIRDS – DAS DANCICAL

Spot an! Handy aus! Die neue Kompanie ist da! Heißer als die Spice Girls und expressiver als das Wuppertaler Tanztheater!
Auf der Suche nach dem eigenen Ausdruck schrecken sie vor nichts zurück. Angela will Flashdance, Guy möchte etwas von Meg Stuart, Edda will, dass alle nackt sind und Giovanni ein Solo auf Spitzenschuhen. Aber eigentlich war der Plan, Beach Birds von Merce Cunningham zu tanzen, dem Klassiker der puren Form mit Individualität zu begegnen und dadurch den Ensemblegeist zu stärken. Aus dem großen Strudel der Wünsche des Ensembles, der unerreichten Vorlagen und ihrer eigenen Ideen, entwickelt Helen Schröder das erste Stück der Kompanie.
 
 
Helen Schröder ist Performerin, Regisseurin und Choreographin, absolvierte ihre Tanzausbildung an der Staatlichen Ballettakademie Köln und schloss 2013 ihren MA in Performance Studies an der Universität Hamburg ab. Seitdem erarbeitete sie im Duett Schröder&Stattkus Abende u.a. für K3, Kampnagel, Ballhaus Ost in Berlin sowie Theater Freiburg.
 
Eine Produktion von Helen Schröder in Koproduktion mit K3 | Tanzplan Hamburg, gefördert von der Kulturbehörde Hamburg und unterstützt durch die Hamburgische Kulturstiftung.

08.02. - 11.02. | 19:30 | P1 | 12€ | 9€ | Publikumsgespräch am 09.02.
BEACH BIRDS – DAS DANCICAL

WORKSHOPWOCHE FÜR JUGENDLICHE AB 15 JAHREN
SALāM SYRIA – KREATIV CAMP

Gleichgesinnte treffen, sich ausprobieren, Ideen umsetzen, eine Woche lang gemeinsam mit Künstler*innen aus den Bereichen Choreographie, Musik und Live Painting ein eigenes künstlerisches Projekt auf die Beine stellen – und das Ganze am Ende auf der Bühne präsentieren wie die Profis. Im Kreativ Camp Salām Syria beschäftigen sich die Teilnehmer*innen auf künstlerische Weise mit der Kultur Syriens, die aktuell ebenso bedroht ist wie die Menschen vor Ort. K3 und die Elbphilharmonie laden Jugendliche und junge Erwachsene aus Hamburg, Syrien und der ganzen Welt dazu ein, die syrische Kultur zu erforschen und auf die Bühne zu übertragen.

Offen für alle Interessierten ab 15 Jahren | Keine Vorkenntnisse erforderlich
Teilnahme kostenlos

Infos und Anmeldung: mitmachen@elbphilharmonie.de
www.elbphilharmonie.de/ferienprogramm

 

Elbphilharmonie Hamburg in Kooperation mit K3 | Tanzplan Hamburg.

13.03. - 18.03. | Workshopwoche 13. - 17.03. | 11:00 - 17:00 | Elbphilharmonie Kaistudios | Abschluss-Performance 18.03. | 19:30 | Elbphilharmonie Kaistudio 1
 

TOGETHERAPART

CHOREOGRAPHISCHE ANNÄHERUNGEN AN EIN ZUSAMMENHALTEN IN EUROPA
 
Ob als Kontinent oder Union – Europa wird täglich mit neuen Herausforderungen konfrontiert. Sein kultureller, politischer, sozialer und wirtschaftlicher Zusammenhalt wird angezweifelt, angegriffen, eingefordert, gelebt. Wie kann man sich in diesem Spannungsfeld bewegen, miteinander leben und auseinander gehen? Was möchten wir zusammen halten und was gibt uns Zusammenhalt?

Anlässlich des 10-jährigen Jubiläums von K3 sind drei internationale choreographische Teams – Marble Crowd (Island), Arkadi Zaides (Israel) und Chiara Bersani|Marco D’Agostin (Italien) – eingeladen, sich im Rahmen des Festivals togetherapart mit Aspekten des realen und ideellen Zusammenhaltens in Europa und darüber hinaus aus unterschiedlichen künstlerischen Perspektiven auseinanderzusetzen. Die drei entstehenden Uraufführungen, weitere Produktionen sowie Vorträge, Workshops und Gespräche nähern sich den verschiedenen Facetten eines (europäischen) Zusammenhaltens an.

 

PROGRAMMÜBERSICHT
 

30.03.
Deter|Müller|Martini
IN THE FOREST THERE IS
(Wiederaufnahme)
Gemeinsam die Dunkelheit in den Wäldern menschlicher Ängste erleben, in tröstlicher und erheiternder Poetik.

31.03. - 02.04.
Bersani | D'Agostin
THE OLYMPIC GAMES (Uraufführung)
Eine Dekonstruktion der Utopie friedlichen sportlichen Wettstreits – oder friedlichen gesellschaftlichen Miteinanders?

31.03. - 02.04.
Marble Crowd
MOVING MOUNTAINS IN THREE ESSAYS
(Uraufführung)
Können wir Berge versetzen? Zusammen? Durch Magie? Oder ist alles Illusion?

31.03. - 02.04.
Symposium
WORKING TOGETHER TRANSNATIONALLY. STRUCTURES, CONDITIONS AND ARTISTIC PRACTICES
Diskutiert und praktiziert werden Möglichkeiten von Solidarität in und zwischen Produktionsstrukturen, die Medien der Kollaboration sowie choreographische Formen des Zusammenarbeitens.

06. - 08.04.
Arkadi Zaides
TALOS
(Uraufführung)
Eine Konferenz zur Zukunft von Grenzen

06. - 08.04.
HAMBURGER SUITE
(Uraufführung)
Telemann, Polonaise, Charleston, Disco u.v.m.  – es wird zu allem getanzt, mit allem, alles.

08.04.
deufert&plischke
DURCHEINANDER
(Hamburg Premiere)
Alle, die da sind, sind das Ensemble und schaffen Unordnung – wie im echten Leben.

 

Das detaillierte Programmheft mit weiteren Veranstaltungen zum Download

 

togetherapart wird gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes.

 

Graphik: Paula Franke
Foto: iStock/George Clerk

30.03. - 08.04.
TOGETHERAPART

Choreographie | Performance
IN THE FOREST THERE IS

Am Anfang ist die Angst. Angst als ein so profaner wie archaischer Zustand. Einerseits unteilbar, dieser höchst individuell empfundene alte Affe. Gleichzeitig die wunde Stelle, die uns Verständnis für einander abringt. Hier sind wir alle schon gewesen. Die Dunkelheit ihrer Wälder, unwegsam, verworren, hat uns alle schon umfangen.
In The Forest There Is bleibt bei der solitären Durchforstung von Territorien, in denen Getrenntsein und Fremdheit hausen – und hält einem die Hand hin, nicht zärtlich, sondern pragmatisch in ihrem Griff, um sich nicht zu verlieren beim Durchwandern dieser allumfassenden Landschaften.

 

Deter|Müller|Martini erproben Handlungsmöglichkeiten der Kunst im Umgang mit einer medial geprägten Wirklichkeit. Ausgangspunkt ist der Körper in seiner Materialität, der über eine intensive Zuspitzung unvorhersehbare oder absurde Imaginationsräume zu öffnen vermag. Deter|Müller|Martini arbeiten mit Theatern wie sophiensaele Berlin, skogen Göteborg, K3 | Tanzplan Hamburg, artblau Braunschweig, Theater Freiburg und HAU Berlin zusammen.

 

Eine Produktion von K3| Tanzplan Hamburg, gefördert durch die Hamburgische Kulturstiftung.
 

 
 
©Thies Rätzke
30.03. | 19:00 | K1 | 12€ | 9€
IN THE FOREST THERE IS

DAS FEST
FEIERT MIT UNS, TANZT MIT UNS!

Wir laden herzlich ein, den Tanz, Hamburger Tänze, den Tanz in Hamburg, die bisherigen 10 Jahre und die Zukunft von K3 zu feiern. Es ist für alles gesorgt, was man bei einer Geburtstagsfeier erwarten kann: Musik, große Reden, große Gesten, Konfetti, Geschenke und vielleicht auch Überraschungen – wir lassen uns überraschen.
 
 
Graphik: Paula Franke
30.03. | 20:30 | K2 | 9€
FEIERT MIT UNS, TANZT MIT UNS!

VICTORIA HAUKE (HAMBURG)
WUP AM MORGEN

WUP ist eine rundum Wake-up Session für Körper und Geist. Räkeln, Klopfen, Schwingen, Schütteln, Lösen, Dehnen, Lockern, Wärmen. In der Wake-up Session am Morgen fließen Ansätze von QiGong und Yoga zusammen. Der spielerische Ansatz dabei weckt den Geist.
 
Victoria Hauke ist Choreographin und Tänzerin, praktiziert seit über 35 Jahren Hatha Yoga, seit 20 Jahren Qigong und Taijijuan und unterrichtet im In- und Ausland.
 
Offen für alle Interessierten | Keine Vorkenntnisse erforderlich
31.03. - 02.04. | 31.03. & 01.04., 10:00 - 10:45 | 02.04., 09:00 - 09:45 | K32 | Teilnahme kostenlos
WUP AM MORGEN

WORKING TOGETHER TRANSNATIONALLY. STRUCTURES, CONDITIONS AND ARTISTIC PRACTICES

Das dreitägige Symposium, das vom belgischen Soziologen Rudi Laermans kuratiert wird, diskutiert und praktiziert Möglichkeiten von Solidarität in und zwischen Produktionsstrukturen und Künstler*innen, untersucht die “Medien” der Kollaboration wie Vertrauen, Freundschaft oder Geld und testet choreographische Formen des Zusammenarbeitens.
Am ersten und zweiten Tag werden Podiumsdiskussionen und Impulsvorträge mit Arbeitsgruppen kombiniert. Ziel des ersten Tages ist, dass Künstler*innen und Institutionen gemeinsam Vorschlägen und Fragestellungen zur Verbesserung künstlerischer Arbeitsbedingungen in Europa erarbeiten. Am zweiten Tag soll ein Katalog an Parametern entwickelt werden, welche maßgeblich die Zusammenarbeit zwischen Akteur*innen beeinflussen. Der dritte Tag verlegt das Symposium ins Studio. Dort erproben die Teilnehmenden vier choreographische Methoden der künstlerischen Zusammenarbeit.

 

31.03. | 11:00 - 17:00
Improving Artistic Working Conditions
Durch den Austausch über ‚best practice’ Modelle und innovative Konzepte, die versuchen Solidaritätsmodelle, faire Arbeitsweisen und zuverlässige Arbeitsbedingungen zu etablieren, sollen an diesem Tag Schlüsselbegriffe und Mindestanforderungen diskutiert werden, um gemeinsam Strategien zu entwickeln, mit denen sich künstlerische Arbeitsbedingungen in Europa verbessern lassen.

Beiträge von:
Annelies van Assche, Janina Benduski, Jenny Beyer, Roberto Casarotto, Kristin de Groot, Walter Heun, Bettina Masuch, Steriani Tsintziloni

 

01.04. | 11:00 - 17:00
The Media of Collaboration
Zu einem gewissen Grad ist jede Zusammenarbeit ein soziales Experiment. Um diese besondere Art und Weise des gemeinsamen Tuns – der Kollaboration – objektiver zu betrachten, konzentriert sich der zweite Tag des Symposiums auf „Medien“ der Zusammenarbeit wie Freundschaft, gegenseitiges Vertrauen, Respekt und Anerkennung. Der Tag endet mit einer ersten Begriffssammlung von Medien der Kollaboration.

Beiträge von:
Eleanor Bauer, Leonardo Delogu, Kristinn Gu∂mundsson (Marble Crowd), Brendan Keaney (tbc), Sandra Noeth, Biljana Tanurovska, Gesa Ziemer

 

02.04. | 10:00 - 16:00
Choreographic Practices of Working Together
Nach Diskussionen über die strukturellen Aspekte von Solidarität sowie der Auseinandersetzung mit verbindenden und/oder trennenden „Medien“ der Kollaboration, bringt der dritte Tag die Teilnehmenden ins Studio. Zwei parallele Workshops am Morgen und Nachmittag geben eine Einführung in Methoden und Herangehensweisen an Formen künstlerischer Zusammenarbeit, auch in praktischer Hinsicht und unter Einsatz des Körpers. Wie können diese Modelle der Zusammenarbeit einen Beitrag zu anderen Arbeitskontexten leisten?

Workshops mit:
Eleanor Bauer, Leonardo Delogu, Eszter Gal, Saga Sigurdardóttir (Marble Crowd)

 

In englischer Sprache

 

Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes. In Kooperation mit dem European Dancehouse Network (gefördert durch die Europäische Kommission).

        

31.03. - 02.04. | K4 | 3-Tagesticket: 35€ (26€) | Tagesticket: 15€ (12€) |
WORKING TOGETHER TRANSNATIONALLY. STRUCTURES, CONDITIONS AND ARTISTIC PRACTICES

KODIERUNGEN EUROPAS IN WEIBLICHER GESTALT
DIE EUROPA, DAS EUROPA: MYTHOS, KONTINENT, POLITIKUM.

Die Verbindung des Mythos vom Raub der Europa mit dem gleichnamigen Erdteil findet sich bis heute in zahlreichen Medien. Mit wechselnden Europavorstellungen wurde sie seit der griechisch-römischen Antike immer wieder neu inszeniert. Seit Beginn der Neuzeit wurden dabei sowohl die als auch das Europa textuell und visuell als weiblicher Körper kodiert sowie Merkmale des Mythos einerseits und des Kontinents anderseits aufeinander übertragen. Die an der FU in Berlin lehrende Professorin für Religionswissenschaft Almut-Barbara Renger schlägt einen Bogen über diese verschiedenen Darstellungsformen in Zusammenhang mit politischen Ansprüchen und Vorstellungen.
 
In deutscher Sprache
31.03. | 18:00 | Foyer | Eintritt frei
DIE EUROPA, DAS EUROPA: MYTHOS, KONTINENT, POLITIKUM.

Kurzfilm
GRENZEN/EUROPA

Die Künstlerin Simona Koch untersucht in ihrem Animationsfilm GRENZEN/Europa auf subtile und poetische Weise die Unbeständigkeit von Grenzen. Mit einem Bleistift zeichnete sie europäische Grenzen vom Jahr 0 bis heute auf ein Blatt Papier, um sie wieder auszuradieren, zu verändern oder durch neue zu ersetzen. Das rhizomartige Geflecht, das so am Ende des Films entsteht und aus den Spuren der einstigen Staatsgrenzen besteht, wirkt wie ein Röntgenbild Europas und verweist auf einen Zusammenhalt jenseits nationaler Ansprüche.
31.03. - 02.04. | Foyer | Eintritt frei
GRENZEN/EUROPA

Tanz | Choreographie
MOVING MOUNTAINS IN THREE ESSAYS (Uraufführung)

Wir bewegen Berge, bringen Steine ins Rollen und widerstehen der Versuchung, uns niederzulassen.
Ausgehend von der unermesslichen Symbolik der Berge entwickelt das bildgewaltige isländische Kollektiv ein Stück, das auf einer Recherche zu künstlerischer Kooperation basiert.
Ein Berg türmt sich von unten nach oben durch kollidierende Kräfte auf.
Ein Berg hat keine Bedeutung, er existiert einfach.
Einen Berg zu bewegen ist der Versuch des Unmöglichen. Wie können wir uns mit tektonischen Kräften vergleichen? Wir werden zugrunde gehen.
Ihr Spiel ist nur ein Mittel zum Zweck, eine Sandkiste gemeinsamen Denkens, eine Möglichkeit, starre Gewohnheiten aufzudecken. Können wir Zuversicht angesichts von Absurdität finden – durch nichts weiter als Vertrauen in unser Zusammensein?▲
 
Choreographie|Performance: Sigurður Arent, Kristinn Guðmundsson, Katrín Gunnarsdóttir, Védís Kjartansdóttir, Saga Sigurðardóttir

Bühnenbild|Kostüm: Tinna Ottesen

Marble Crowd (Sigurður Arent, Kristinn Guðmundsson, Katrín Gunnarsdóttir, Védís Kjartansdóttir, Saga Sigurðardóttir) ist ein Kollektiv aus Island, das in unterschiedlichen Konstellationen seit über zehn Jahren zusammenarbeitet. Ihr choreographisches Konzert Scape Of Grace (2013) und die Techno-Tragödie Predator (2014) wurden beim Reykjavik Dance Festival uraufgeführt. Ersteres wurde für den Icelandic Performing Arts Award nominiert.

 

Eine Produktion von Marble Crowd und K3 | Tanzplan Hamburg (im Rahmen von togetherapart, gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes), unterstützt durch den Nordisk Kulturfond, in Kooperation mit Bora Bora, Reykjavik Dance Festival, The Nordic House auf den Färöer Inseln und Decameron Festival.

      

 

©Thies Rätzke

31.03. - 02.04. | 31.03., 20:30 | 01.04., 20:00 | 02.04., 18:00 | K6 | 12€ | 9€ | Publikumsgespräch im Anschluss an die Vorstellung am 01.04.
MOVING MOUNTAINS IN THREE ESSAYS (Uraufführung)

Tanz | Performance
THE OLYMPIC GAMES (Uraufführung)

Die Olympischen Spiele kommen doch noch nach Hamburg! Die italienischen Choreograph*innen Chiara Bersani und Marco D’Agostin nehmen sich die Formate der Zeremonien und Wettkämpfe der Olympischen Spiele vor und nutzen sie für eine kritische Betrachtung des politischen und sozialen Systems Europas. Die feierlichen und kämpferischen Aspekte der Spiele sind dabei direkter Bezug wie Metapher, Regel wie Möglichkeitsraum einer Betrachtung von Sport als widerständiger Position. In diesem Spannungsfeld bewegt sich das künstlerische Team, um das Publikum auf eine Reise in das langsame Auseinanderbrechen einer friedlichen Utopie mitzunehmen: Kann die Struktur der Olympischen Spiele als Grundlage für all diese Themen dienen? Und können diese so verändert werden, dass sie neue Perspektiven auf die Geschichten, Bedürfnisse und Position des Einzelnen wie der Gemeinschaft entstehen lassen?

mit: Marta Ciappina, Matteo Ramponi, Luca Poncetta, Pablo Esbert Lilienfeld, Hani Jazzar

Chiara Bersani und Marco D’Agostin leben in Italien. Ihre Beziehung schwankt zwischen Freundschaft und Kollaboration, Korrespondenz und Träumerei.
Bersani ist in ihren Arbeiten an der politischen Signifikanz von Körpern interessiert. Als Performerin hat sie u.a. mit Alessandro Sciarroni, Jérôme Bel und Lenz Rifranzioni gearbeitet. D’Agostin entwickelt seit 2010 eigene Projekte und erhielt zahlreiche Auszeichnungen. Everything is OK wurde für die Liste der Aerowaves 2016 Priority Companies ausgewählt. Als Performer arbeitet er u.a. mit Tabea Martin, Alessandro Sciarroni und Liz Santoro.

 

Eine Produktion von Chiara Bersani, Marco D’Agostin und K3 | Tanzplan Hamburg (im Rahmen von togetherapart, gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes), koproduziert von CapoTrave/Kilowatt, VAN dance company und dem EU-Projekt BeSpectACTive, unterstützt von Centrale FIES art work space, Corsia Of - Centro di Creazione Contemporanea und Ateliersi.
 
 
©Thies Rätzke
31.03. - 02.04. | 31.03., 19:00 | 01.04., 20:00 | 02.04., 18:00 | P1 | 12€ | 9€ | Publikumsgespräch im Anschluss an die Vorstellung am 01.04.
THE OLYMPIC GAMES (Uraufführung)

RÄUBER&RÄUSKOPP

Für alle die zum Festivalauftakt die Tanzlust packt: räuber&räuskopp bieten zum Ausklang des Premieren-abends groovige Klänge der letzten 100 Jahre. Ein Mix aus Disco, House und Hits zum Wippen, Mitsingen oder Tanzbein schwingen; mit Gastperformance von Major Uta Major.
31.03. | ab 22:00 | K3 | Eintritt frei
RÄUBER&RÄUSKOPP

ÄSTHETIK DES ABSTIEGS

Wenn es um Berge geht, ist oft von kletternder Selbstüberwindung, hohem Risiko und dem Bezwingen von Gipfeln die Rede. Wer aber von Bergen spricht, sollte vom Abstieg nicht schweigen. Der ist oft lang, mühsam und taugt nicht als Metapher für das triumphierende Selbst. Am Ende kommt alles herunter. Der ZEIT-Journalist und Autor Maximilian Probst stellt die These auf, dass im Abstieg eine Ästhetik eigener Art steckt, eine Ästhetik, die sich um die Verbindlichkeiten dreht, die wir Anderen gegenüber eingehen. Berge fragen also auch: Wie gelingt ein Leben ohne Wagnis, ohne Absonderung, ohne Macht?
 
In deutscher Sprache
01.04. | 19:00 | Foyer | Eintritt frei
ÄSTHETIK DES ABSTIEGS

Donna Neda

Neda Ploskow aka Donna Neda ist seit Mitte der 1990er in der elektronischen Musikszene aktiv. Sonst zu Hause in der John Lemon Bar, wird sie am Samstagabend die Turntables in der K3 spielen. Seltene Schallplatten aus zahlreichen Ländern verknüpft sie genre-frei zu einer abendfüllenden Dramaturgie: garantiert sind dancy Tunes!
01.04. | ab 22:00 | K3 | Eintritt frei
Donna Neda

Abendbrot

Nach den Vorstellungen am Sonntag, den 2. April, laden wir zu einem gemeinsamen Abendbrot mit den Künstler*innen und dem K3-Team ein, um das erste Festivalwochende ausklingen zu lassen, Begegnung zu ermöglichen und Austausch anzuregen – über das Gesehene, über künstlerisches Produzieren, über europäischen Zusammenhalt und natürlich übers Essen.
02.04. | 19:30 | K3
Abendbrot

Tanz | Choreographie | Komposition
HAMBURGER SUITE (Uraufführung)

Es geht doch nichts über eine gute Mischung, sei es im Hafen, in dem das Massengut umgeschlagen wird, beim Fernsehballett, das sich in großen Formationen über den Bildschirm bewegt, oder in der Stadt, die Menschen aus verschiedensten Ländern beheimatet. Und dann noch die große Schnulze darüber trällern.
Entsprechend ist die Hamburger Suite ein Medley aus Tanz und Musik. Ein Mix aus feinen Klängen, großen Bewegungen und umgekehrt. 20 Jugendliche, 5 Choreograph*innen, 1 Komponist und 6 Musiker*innen des Ensemble Resonanz zeigen, wie man heute zu Musik tanzen kann: Telemann, Polonaise, Charleston, Disco u.v.m. – es wird zu allem getanzt, mit allem, alles.
 
 
Choreographie: Jenny Beyer, Friederike Lampert, Patricia Carolin Mai
Komposition: Michael Wolters
Live-Musik: Ensemble Resonanz
 
Ein Bündnisprojekt von K3 | Tanzplan Hamburg, Stadtteilschule Alter Teichweg, Gretel Bergmann Schule und jaf e.V.. Gefördert von ChanceTanz, einem Projekt des Bundesverbandes Tanz in Schulen e.V. im Rahmen des Programms Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung des BMBF.

                   
 
 
Special Guests: Mitglieder des K3-Jugendklubs
Choreographie: Sebastian Matthias, Lisanne Goodhue

Gefördert durch die Hamburgische Kulturstiftung

 
 
©Stefanie Rübensaal
 
 
Tipp: Am 08.04. kann außerdem jeder Interessierte an einem Workshop mit Tänzerinnen der Hamburger Suite teilnehmen und erfahren wie das Stück entwickelt wurde.
 
06.04. - 08.04. | 06. und 08.04. | 19:30 | 07.04. | 10:00 und 13:00 | K2 | 12€ | 9€ | 5€ (Schulklassen) | Publikumsgespräche nach den Vorstellungen am 07.04. (13:00) und 08.04.
HAMBURGER SUITE  (Uraufführung)

Konferenz | Performance
TALOS KONFERENZ (Uraufführung)

Was bewegt dich? Was bewegt eine Grenze? Was begrenzt Bewegung?
Der israelische Choreograph Arkadi Zaides ist international vor allem durch sein Stück Archive bekannt, in dem er alltägliche gewaltsame Taten israelischer Siedler verkörpert, die auf Kameras von Palästinensern in der Westbank aufgenommen wurden.
Zaides neue Arbeit entsteht in Reaktion auf Talos, ein EU-gefördertes Projekt, in dem ein neues Grenzschutzsystem mit Robotern entwickelt wurde. Indem der Roboter nicht nur an Grenzen patrouillieren, sondern sie auch durch seine Bewegung neu etablieren kann, spekuliert das Projekt auf die Zukunft von Grenzen und ihrer Transformation.
Zusammen mit seinem Team entwickelt Zaides eine Konferenz, die sich auf das Talos-Projekt bezieht: Spezialist*innen und Künstler*innen aus Computerspieldesign und Gaming, Medienwissenschaft, Sounddesign, Film sowie Choreographie befragen in verschiedenen Formaten Bewegung an und von Grenzen.


Aus insgesamt sieben verschiedenen Beiträgen zu Talos werden jeden Abend vier präsentiert, so dass jede Aufführung nicht nur einen unterschiedlichen Rhythmus hat, sondern auch jeweils neue inhaltliche Verbindungen und Konstellationen eröffnet.

In englischer Sprache

PROGRAMMÜBERSICHT HIER

Mit Beiträgen von:


Florian Sprenger
Machine Agency
06.-07.04.

Lecture Netzpolitiken, Mikroentscheidungen, Kontrolle und Überwachung im Internet

Florian Sprenger ist Professor für Medienkulturwissenschaft, Goethe-Universität Frankfurt/Main und Autor von Politik der Mikroentscheidungen: Edward Snowden, Netzneutralität und die Architekturen des Internets, 2015 )

 

Jassem Hindi
Écume nerveuse / Nervous Foam
06.-08.04.

Sound- und Medieninstallation um und über das Mittelmeer als hybrides Monster und Todesbote

Jassem Hindi ist französisch-palästinensischer Künstler, der im Bereich zeitbasierter Künste mit Sound, Dichtung und Performance arbeitet.



Georg Hobmeier
Path Out
07. - 08.04.

Lecture Performance zu social awareness gaming am Bespiel des Computerspiels „Path out“, das auf der biographischen Erfahrung des 2014 aus Syrien geflohenen Designers Abudallah Karam basiert.

Georg Hobmeier ist Performer, Choreograph, Medienkünstler und Spieledesigner und arbeitet in enger Zusammenarbeit mit Museen, NGOs und wie Amnesty International sowie Forschungseinrichtungen an Social Awareness Games und interaktiven Applikationen.


Arkadi Zaides
Transportable Adaptable patrol for Land Border Surveillance
06.-08.04.

Lecture Performance zu Talos als anhaltendem künstlerischen Forschungsprojekt zu mobilen, autonomen Robotersystemen, die zur Überwachung und Kontrolle europäischer Außengrenzen entwickelt werden.

Arkadi Zaides wurde 1979 in Weißrussland geboren und immigrierte 1990 nach Israel. Seinen Master in Choreographie absolvierte er an der Theater School in Amsterdam. Er tanzte in israelischen Kompanien wie Batsheva Dance Company und Sameen Godder Dance Group. Seine eigenen Arbeiten werden weltweit auf zahlreichen Festivals präsentiert.

 

Sylvestre Amoussou
Africa Paradise
06.04.

Afro-Futuristischer Film: Europa ist zu einem unterentwickelten Kontinent geworden, Afrika hat enormen wirtschaftlichen Aufschwung erfahren und zieht zahlreiche illegale europäische Immigranten an.

Sylvestre Amoussou, geboren 1964 im Benim, lebt in Frankreich und ist Schauspieler und Regisseur.

 

Manuela Zechner
Remembering Europe
07.04.

Ein dokumentarischer Sci-Fi-Filmessay: Es ist das Jahr 2040 – eine junge Generation blickt aus der Zukunft auf des Europa der Jahre 2008-2018 zurück.

Manuela Zechner ist Künstlerin und Wissenschaftlerin mit Fokus auf u.a. Migration und soziale Bewegungen. Sie koordiniert u.a. das Projekt The Future Archive und produziert die Radiosendung Sounds of Movement

 

Peter Bo Rappmund
Tectonics
08.04.

Filmische Dokumentation über die Grenze zwischen den USA und Mexiko

Peter Bo Rappmund ist amerikanischer Künstler und Filmemacher. Zahlreiche seiner Arbeiten beschäftigen sich mit entfernten Regionen der USA. Er lehrt an der Universität von Texas, seine Arbeiten werden weltweit in Museen und auf Filmfestivals gezeigt.

 

 

Talos wurde entwickelt von Arkadi Zaides, Claire Buisson, Nienke Scholts, Youness Anzane, Effi Weiss & Amir Borenstein, Jonas Rutgeerts, Simge Gücük und Key Performance

 

Ein Projekt von Arkadi Zaides koproduziert von K3 | Tanzplan Hamburg (im Rahmen von togetherapart, gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes), La Maison de la Danse, Les Subsistances, CDC Toulouse, NEXT Festival, CCNN – Centre Choréographique National de Nantes, Tanzquartier Wien, Teaterhuset avant Garden, mit Unterstützung von O Espaço do Tempo, STUK und Wiesbaden Biennale, unter Mitwirkung von DICRéAM. Institut des Croisements/Arkadi Zaides wird gefördert durch das französische Ministerium für Kultur und Kommunikation sowie DRAC Auvergne Rhône-Alpes.

    

©Thies Rätzke

06.04. - 08.04. | 19:00 – 22:30 | K1 | 12€ | 9€
TALOS KONFERENZ (Uraufführung)

MINOA

Die Stimme der Sängerin und Songwriterin Minoa taucht mal sanft, mal brüchig, dann wieder kraftvoll und impulsiv in Gedankenflüsse ein. Gefühle bestimmen ihre Melodien und erzählen von vergangener Zeit, dem gegenwärtigen Moment und verraten Wünsche, die auf Erfüllung warten. Im Gepäck hat sie nicht nur ihr Klavier, sondern auch die Hamburger Musikerin Lena Geue.
06.04. | 21:00 | K3 | Eintritt frei
MINOA

JASSEM HINDI

No skills DJ: lo fi / YouTube / no fades / rough cut. Keine Scham vor Dilettantentum. Für Jassem Hindi zählen keine Übergänge. Viel wichtiger ist ein guter Mix: Sub Sahara cell phone music, Bristol grime, Arabic pop post civil war, Butch hip hop, Swedish rappers and some hardcore and Doom metal to relax at the end.
07.04. | ab 22:00 | K3 | Eintritt frei
JASSEM HINDI

WORKSHOP HAMBURGER SUITE

Wie tanzt man eigentlich zu einer Schnulze? Welche zeitgenössischen Moves bringen den Charleston am Besten zur Geltung? Die jugendlichen Teilnehmerinnen aus der Produktion Hamburger Suite zeigen und vermitteln, wie sie die verschiedenen Tänze zur komponierten Musik auf die Bühne gebracht haben und wie man heute zu Musik tanzt.

keine Vorkenntnisse erforderlich

Anmeldung bis zum 07.04. unter: tanzplan2@kampnagel.de

08.04. | 16:00 - 17:30 | K4 | Teilnahme kostenlos
WORKSHOP HAMBURGER SUITE

Choreographie
DURCHEINANDER (Hamburg Premiere)

Alle, die da sind, sind das Ensemble, machen Theater und schaffen Unordnung – Durcheinander ist der Titel einer Projektreihe sowie das Motto der Arbeitsweise des Hamburg seit Langem verbundenen Künstlerzwilling deufert&plischke. Durcheinander untersucht und produziert soziale Unordnung, wechselseitige Beziehungen und Interaktionen auf der Suche nach Kommunikation inmitten des Chaos künstlerischer Aktivität. deufert&plischke lädt zusammen mit einem Team von Künstler*innen (Jenny Beyer, Alain Franco, Annett Hardegen, Valentina Primavera und Kareth Schaffer) die Zuschauer*innen ein, ein neues episches Theater zu entwerfen. Die Zuschauer*innen finden sich in kleinen Laborsituationen zu verschiedenen Themen zusammen, in denen sie Kostüme erstellen, diskutieren und choreographische Scores ausprobieren. Diese werden als abschließendes Happening mit Live-Musik zur Aufführung gebracht. Mitwirken ist immer möglich – aber niemals verpflichtend. Neugierde und Spiellust sind herzlich willkommen!

 

Kattrin Deufert und Thomas Plischke (gemeinsam der Künstlerzwilling deufert&plischke) leben und arbeiten in Berlin. In den vergangenen fünfzehn Jahren realisierten sie zahlreiche Projekte, die sich mit Situationen künstlerischer Produktion und der komplexen sozialen Dynamik und Logistik künstlerischer Prozesse befassen. Ihre Arbeiten reichen über den Rahmen von Tanz und Theater hinaus und beschäftigen sich mit individueller Teilhabe und dem sozialen Alltag im künstlerischen Geschehen.

 

Eine Produktion von deufert&plischke, koproduziert von K3 | Tanzplan Hamburg, gefördert durch die Kulturbehörde Hamburg.

 

©deufert&plischke

08.04. | 18:00 – 22:00 | K3, P1 | 12€ | 9€
DURCHEINANDER (Hamburg Premiere)

JENNY BEYER | YOUTUBEFLOOR

Vom partizipativen Theater zum Festivalabschluss. Im Anschluss an das Durcheinander laden wir in die K3 und P1 zum Ausklang ein. Lasst uns gemeinsam bei Musik und Drinks auf zwei Wochen Festival zurückblicken. Getreu dem neuen epischen Theater dürft ihr neben der DJane Jenny Beyer die Musikauswahl des Abends bestimmen und den Youtubefloor entern.
08.04. | ab 22:00 | K3 und P1 | Eintritt frei
 JENNY BEYER | YOUTUBEFLOOR

PROBEBÜHNE EINS | ERÖFFNUNG HAUPTSACHE FREI

Probebühne Eins ist ein Werkstatt-Format, bei dem Arbeitsproben, kurze Experimente oder Ausschnitte aus Projekten im Entstehen gezeigt werden. Unterschiedliche Arbeitsansätze werden zur Disposition gestellt und bieten Anlass zum Austausch.

Zur Eröffnung der dritten Ausgabe des Festivals Hauptsache Frei, das vom 19. bis 22. April stattfindet, steuert K3 wieder eine Spezialausgabe der Probebühne Eins zum Auftakt bei: Spartenübergreifend werden vier Projekte aus den Bereichen Tanz, Choreographie, Theater, Performance mit ca. 10-minütigen Showings Einblick in ihre Arbeit geben. Im Anschluss an die Eröffnungszeremonie gibt es Austauschmöglichkeiten, gefolgt von einer Party mit der Band plastiq im Klub auf Kampnagel.

mit: Carolin Christa, Sophia Guttenhöfer (Bauchladen Monopol); Raha Emami Khansari, Eva-Maria Glitsch, Christine Kristmann (Glitch
AG); Gloria Höckner und Johanna Bruckner

Hauptsache Frei wird gefördert durch die Kulturbehörde Hamburg, die Hamburgische Kulturstiftung, die Rudolf Augstein Stiftung, die Rusch-Stiftung und die Alfred Toepfer Stiftung.

19.04. | 19:30 | P1 | 5€
PROBEBÜHNE EINS | ERÖFFNUNG HAUPTSACHE FREI

performing citizenship 03
ON LOGISTICS AND CHOREGRAPHY – A RESEARCH INSTALLATION

In einer zweiwöchigen Forschungsinstallation untersucht Moritz Frischkorn das Verhältnis von Choreographie und Logistik und erprobt alternative körperliche Strategien der Bezugnahme auf logistische Bewegungen. Er richtet dafür einen fiktiven Container als Arbeitsraum ein, der zugleich zum Archiv seiner Recherche wird. Während des gesamten Zeitraums kann dort von jeweils 10 bis 20 Uhr gemeinsam mit ihm geforscht werden. Von seinen Forschungsergebnissen berichtet er täglich auf: www.choreologistics.com

 

Die Forschungsinstallation im Studio K33 ist vom 26. April bis zum 6. Mai 2017 täglich von 10 bis 20 Uhr geöffnet. Für einen Besuch wird um vorherige Anmeldung gebeten unter:
Kontakt-Formular der Website (https://choreologistics.com/contact/), per Email (moritzfrischkorn@yahoo.de) oder telefonisch (0163 4819593).
Weitere Informationen (auch zu Exkursionen) auf: www.choreologistics.com

26.04. - 06.05. | 10:00-20:00 | K33 | Eingang von der Kanalseite | Eintritt frei | Anmeldung erbeten
 

performing citizenship 03 Artikulationen urbaner Bürger_innenschaft/en

Das dreijährige künstlerisch-wissenschaftliche Graduiertenkolleg Performing Citizenship wird getragen von einer Kooperation aus HafenCity Universität (Kultur der Metropole), Hochschule für Angewandte Wissenschaft (Department Design) und zwei forschungsorientierten kulturellen Institutionen, dem Forschungstheater/FUNDUS THEATER und K3.
Thematisch greift das Kolleg ein äußerst aktuelles Thema auf: In Städten des 21. Jahrhunderts entwickelt sich eine neue Form der Bürgerschaft, die sich selbstbestimmt – und oft in kreativen Formaten – organisiert, um ihr Zusammenleben nicht nur auszuhandeln, sondern auch konkret zu gestalten. Performing Citizenship erforscht die Artikulationen dieser neuen urbanen Bürgerschaft, die ihre Lust und ihr Recht auf Mitbestimmung praktisch und mit performativen Mitteln umsetzt.
Da künstlerische Praktiken einen wichtigen Stellenwert in diesen Kontexten einnehmen, ist das Kolleg methodisch als künstlerisch-wissenschaftliche Kooperation angelegt. Im Zeitraum vom 02. bis 12. Mai präsentieren die Doktorand*innen des Kollegs zum zweiten Mal ihre künstlerischen Forschungsprojekte am Fundus Theater, an der HCU und am K3. Mit Moritz Frischkorn, Thari Jungen und Antje Velsinger sind drei der acht Projekte am K3 zu sehen.
 
Detailliertes Programm und Ticket-/Anmeldeinformationen ab April unter: www.performingcitizenship.de 

 

Das Graduiertenkolleg wird gefördert durch die Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung Hamburg.

 

02.05. - 12.05.
 

performing citizenship 03
LET’S FACE IT!

Let’s face it! – alle werden überwacht. Doch wie mit der alltäglichen Überwachung durch Videokameras oder Gesichtserkennungssoftware umgehen? Braucht es einen Körper ohne Gesicht – oder viele Gesichter ohne identifizierbaren Körper?
Das choreographische Forschungsprojekt Let’s face it! überträgt diese akuten Fragen in den Raum des Theaters und entwirft einen utopischen Körper, der fähig ist, sich verschiedenste Gesichter und Nicht-Gesichter anzueignen, und sich so einer eindeutigen Identifizierung verweigert. Wie nehmen Zuschauer*innen diesen sich entziehenden und unberechenbaren Körper wahr?
10.05. | 19:30 | P1 | 5€
 

performing citizenship 03
Show Me Your Agenda

Thari Jungen & Institut für Falsifikate (IFF)  hat sich auf eine Reise durch Mazedonien begeben auf der Suche nach Jugendlichen, die Donald Trump in seinem Wahlkampf mittels social media unterstützt haben. Gefunden wurden u.a. ein Triumphbogen und neogriechische Tempel aus dem Jahr 2014, ein Bürgermeister, der Fake News wenig verurteilt, und Blogger, die sich auf die nächsten Wahlkämpfe in Europa vorbereiten. Innerhalb welcher Diskurse und welcher Machtstrukturen wird Wissen verbreitet und falsifiziert? Es entsteht eine Mediashow als Suche nach den Methoden und Lebensumständen der Produzent*innen des Postfaktischen.
12.05. | 19:00 | P1 | 5€